What Happened to Maxtor, Conner, and IBM HDDs After PC Hard Drive Consolidation

Der klassische PC-HDD-Markt hat in den letzten Jahrzehnten eine drastische Konsolidierung hinter sich: Viele bekannte Marken aus den 1990er- und 2000er-Jahren verschwanden nicht abrupt, sondern wurden in einer Kette aus Übernahmen, Fusionen und Verkäufen in andere Unternehmen eingegliedert. Für Käufer war das am Ende vor allem eins: Namen verschwanden aus dem Regal, während Produktlinien und Technik weiterlebten.

Vom IBM-Start zur HGST-Wandlung und weiter zu Western Digital

Die HDD-Geschichte beginnt früh mit IBM: Das Unternehmen brachte 1956 mit dem RAMAC die erste kommerzielle Festplatte auf den Markt. Später war IBM auch im Endkundenbereich mit Laufwerken wie Deskstar und Travelstar präsent. Ende 2002 kündigten Hitachi und IBM an, ihre Festplattenaktivitäten in ein neues Unternehmen unter Hitachi-Mehrheitsbesitz zu verlagern. Daraus entstand Hitachi Global Storage Technologies, kurz HGST.

Für viele Desktop- und Notebook-Käufer bedeutete das vor allem einen Markenwechsel: Aus IBM wurden zunächst Hitachi- und später HGST-Laufwerke. 2012 übernahm Western Digital HGST. Die HGST-Marke blieb noch eine Weile sichtbar, verschwand später jedoch als eigenständiger aktiver Name aus dem Markt, während Technik und Produktlinien in Western Digital aufgingen. Western Digital hatte in diesem Stil bereits zuvor gehandelt, etwa mit der Übernahme von Tandon 1988.

Auch Fujitsu verschwand nicht einfach aus der Festplattenwelt. 2009 wurde das HDD-Geschäft an Toshiba übertragen – zunächst war dabei eine neue Gesellschaft mit Toshiba-Mehrheitsbeteiligung geplant, später wurde der Transfer vollständig umgesetzt. Damit verschwand ein weiterer vertrauter Name aus der PC-Ära, während Toshiba seinen Platz im HDD-Markt weiter ausbauen konnte.

Seagate als Sammelpunkt: Conner, Maxtor, Samsung und mehr

Besonders deutlich wird die Marktkonsolidierung anhand von Seagate. Das Unternehmen wuchs nicht nur durch eigene Entwicklung, sondern auch durch Zukäufe: 1989 übernahm Seagate die HDD-Sparte von Imprimis, die zuvor Teil von Control Data war. 1996 folgte Conner Peripherals, ein in den frühen 1990er-Jahren im PC- und OEM-Markt präsenter Name, der zuvor aus einer Fusion mit Codata hervorgegangen war.

Später kam Maxtor dazu: Seagate schloss die Übernahme 2006 ab, das kombinierte Unternehmen lief danach unter dem Namen Seagate. Maxtor hatte zuvor wiederum Miniscribe übernommen – ein weiterer Schritt in der Kette. Zusätzlich übernahm Seagate 2011 das HDD-Geschäft von Samsung, insbesondere mit den Spinpoint-Modellen, wodurch auch Samsung in der klassischen HDD-Landschaft weniger eigenständig auftauchte.

Ein weiterer indirekter Weg führte über Quantum: 2001 zog sich Quantum aus dem Festplattengeschäft zurück und verkaufte die Sparte an Maxtor. In dieser Linie steckten zuvor Zukäufe wie Plus Development sowie das HDD-Geschäft von DEC. In der Rückschau mündeten Quantum-HDDs mit bekannten Modellnamen wie Fireball und Bigfoot zunächst bei Maxtor, später dann bei Seagate. Quantum selbst ist laut Einordnung weiterhin aktiv – allerdings im Bereich Datenarchivierung.

  • 1956: IBM bringt mit RAMAC die erste kommerzielle Festplatte auf den Markt
  • 2002: Hitachi und IBM kündigen die Verlagerung ihrer HDD-Aktivitäten an; daraus wird HGST
  • 2012: Western Digital übernimmt HGST
  • 2009: Fujitsu überträgt das HDD-Geschäft an Toshiba
  • 1989: Seagate übernimmt die HDD-Sparte von Imprimis (Control Data)
  • 1996: Seagate übernimmt Conner Peripherals
  • 2006: Seagate schließt die Übernahme von Maxtor ab
  • 2011: Seagate übernimmt das HDD-Geschäft von Samsung (Spinpoint)
  • 2001: Quantum verkauft sein Festplattengeschäft an Maxtor

Wie stark der Markt geschrumpft ist: Drei große Namen dominieren

Die Konsolidierung hat den Markt sichtbar verengt. Für die Kapazitätslieferungen im Jahr 2025 werden für 2026 veröffentlichte Branchenschätzungen genannt: Rund 47 Prozent entfallen demnach auf Western Digital, etwa 42 Prozent auf Seagate und 11 Prozent auf Toshiba. Je nach Bezugsgröße kann die Verteilung abweichen – bei Stückzahlen soll Toshibas Anteil traditionell höher ausfallen, weil hochkapazitive Enterprise-Laufwerke das Gewicht verschieben.

Andere frühere Hersteller waren zwar teils noch länger aktiv, verschwanden aber ebenfalls. Miniscribe etwa verschwand bereits früher vom Markt. Micropolis, Priam oder Rodime tauchen heute vor allem in Retro- und Sammlerkreisen auf – für Endkunden blieb oft nur noch der Markenname auf alten Laufwerken, Verpackungen oder in der Erinnerung an PC-Phasen der 1990er- und 2000er-Jahre.

Am Ende zeigt der HDD-Markt damit eines der nachvollziehbarsten Beispiele dafür, wie sich ein Hardware-Segment über Jahre konsolidiert: Viele Anbieter traten an, einige wuchsen durch Übernahmen, andere zogen sich bei steigendem Kostendruck zurück. Für Spieler und PC-Enthusiasten bleibt vor allem das sichtbar, was früher überall stand – Kartons, Datenblätter und natürlich das typische Geräusch klassischer Festplatten, das über Jahre zum Alltagston zahlloser Systeme gehörte.

Was als Nächstes: Kapazitätsdominanz und der Blick auf die HDD-Nachfolger

Für Käufer klassischer HDDs und für Retro-Setups dürfte die wichtigste Entwicklung die anhaltende Dominanz weniger Anbieter bleiben: Wenn sich die Marktanteile weiter in diese Richtung bewegen, werden auch die verfügbaren Modellreihen und OEM-Varianten immer stärker von den verbliebenen drei großen Namen geprägt. Gleichzeitig lohnt der Blick darauf, wie sich die Stückzahlen gegenüber den Kapazitätslieferungen verschieben – denn genau diese Differenz kann zeigen, welche Kundengruppen und Produktklassen den Markt gerade am stärksten bewegen.

Marcus Chen is a gaming journalist and industry reporter with more than 10 years of experience. He covers releases, announcements, and trends across PC, PlayStation, Xbox, and Nintendo, and keeps a close eye on the indie scene and esports. Previously an editor at several gaming publications, he now writes news, reviews, and breakdowns of major industry moments—from big showcases to updates on popular titles. His work is aimed at players who want a clear, fast read on what happened and why it matters.