Windows 95 Launch and the Celeron 300A Overclocking Boom Explained

Windows 95 war nicht nur ein neues Betriebssystem, sondern ein historischer Schub für den PC-Markt: Am 24. August 1995 startete Microsoft den Rollout mit einer der größten Werbekampagnen der Zeit, während sich ein paar Jahre später die Prozessorlandschaft rund um Intel, AMD und Cyrix neu sortierte – inklusive eines Celeron, das in kurzer Zeit zum Geheimtipp für Übertakter wurde.

PC-Meilensteine: Windows 95 und der Celeron-Aufstieg

  1. 24. August 1995: Microsoft bringt Windows 95 auf den Markt und startet eine gigantische Werbekampagne.
  2. In vielen Ländern bilden sich Schlangen vor Elektronikmärkten, und bereits nach wenigen Tagen meldet Microsoft den Verkauf von einer Million Exemplaren.
  3. Die Käufer sind dabei nicht nur IT-Spezialisten: Laut Microsoft gehen die ersten Millionen auch an Menschen, die damit ihre ersten Heim-PCs ausstatten.
  4. Der Erfolg beschleunigt den Aufstieg von Microsoft und macht den Computer – gemeinsam mit fallenden Hardware-Preisen – weiter zum Massenprodukt.
  5. Trotz der modernen Bedienoberfläche, darunter Taskleiste und Startmenü, bleibt Windows 95 technisch eng mit der Vergangenheit verbunden: Der Unterbau basiert weiterhin auf einem DOS-Kernel, wie schon bei den Vorgängern.
  6. 24. August 1998: Intel steht mit den dominierenden Pentium-II-Prozessoren vor einem Preisproblem, denn sie sind „durchweg ziemlich teuer“.
  7. Während sich der Massenmarkt weiter ausbreitet, gewinnen AMD und Cyrix in günstigeren Systemen zunehmend an Boden.
  8. Intel reagiert mit der Einführung des Celeron: Anfangs handelt es sich um einen Pentium-II-Kern ohne den sonst üblichen 512 KiB Level-2-Cache auf der Slot-1-Platine – häufig mit spürbar niedrigerer Leistung.
  9. So langsam, dass in der Praxis teils AMD- und Cyrix-CPUs mit ihren günstigeren Modellen besser abschneiden, vor allem in Büroprogrammen; bei Spielen spielt hingegen die weiterhin starke FPU des Celeron eine Rolle.
  10. An diesem 24. August stellt Intel drei neue Prozessoren vor: einen Pentium II mit 450 MHz, einen weiteren Pentium II mit 450 MHz und einen Celeron mit 333 MHz.
  11. Der zweite Pentium-II-Eintrag ist dabei keine echte Abweichung: Gemeint ist stattdessen der Celeron 300A, der zur Unterscheidung vom Celeron 300 (ohne schnellen Cache) das entsprechende Kürzel trägt.
  12. Der Celeron 300A und auch der 333er (beide auf Basis des Mendocino-Kerns) werden durch einen neuen Vorteil zum Übertakter-Favoriten: Der Level-2-Cache ist zwar mit 128 KiB klein, dafür aber schnell und auf dem Chip direkt vorhanden.
  13. Besonders der 300A lässt sich laut den damaligen Fakten durch das einfache Anheben des Front Side Bus von 66 MHz auf 100 MHz auf das Leistungsniveau des teuren Pentium-II mit 450 MHz bringen.

Damit stehen zwei sehr unterschiedliche, aber miteinander verbundene Entwicklungen im Fokus: Windows 95 zeigt, wie stark Microsoft den Einstieg in die PC-Welt über Reichweite und Kaufanreize befeuern konnte – während Intel im Jahr darauf (bzw. Ende der 90er) im Hardwarebereich mit dem Celeron eine preisliche Gegenbewegung antrat, die zugleich eine neue Spieler- und Übertakterkultur beförderte.

Marcus Chen is a gaming journalist and industry reporter with more than 10 years of experience. He covers releases, announcements, and trends across PC, PlayStation, Xbox, and Nintendo, and keeps a close eye on the indie scene and esports. Previously an editor at several gaming publications, he now writes news, reviews, and breakdowns of major industry moments—from big showcases to updates on popular titles. His work is aimed at players who want a clear, fast read on what happened and why it matters.