Wardogs Beta Brings 100-Player Chaos to Steam After Bulkhead’s Server Challenge

Der Militär-Shooter Wardogs hat sich vor dem geplanten Early-Access-Start auf Steam mit einem ungewöhnlich offenen Beta-Plan ins Rampenlicht gespielt: Das Studio Bulkhead forderte Spieler in einer Ankündigung sogar dazu auf, die Server “zu zerstören” – und bekam dafür offenbar genau den Stresstest, den es gesucht hatte. In der finalen Phase des geschlossenen Tests knackte das Spiel laut Messdaten einen neuen Spitzenwert für gleichzeitige Spieler.

Bulkhead lud ab dem 3. September 2026 zum finalen Beta-Test ein, der als Vorbereitung auf den Übergang in den Steam-Early-Access gedacht war. Der Start des Early Access ist für den 10. September 2026 geplant. Im Ankündigungsvideo wurde die Motivation dabei recht deutlich formuliert: Man solle das eigene System kaputtmachen, um die Belastbarkeit zu prüfen. Laut dem vom Studio genannten Ziel sollte der Test vor allem die Stabilität der Systeme gründlich überprüfen.

Dafür wurden neue Teilnehmende schrittweise ins Spiel gelassen. Die Idee: Gerade Bereiche, die erst bei hohem Spieleraufkommen problematisch werden könnten – etwa Server-Skalierung und das Browsing innerhalb des Spiels – sollten unter realistischen Lastbedingungen getestet werden. Nachdem die Beta beendet war, werteten die Entwickler den Test als vollen Erfolg.

Die Zahlen unterstreichen das: In der Nacht auf Samstag waren insgesamt 245.118 Spieler gleichzeitig in Wardogs aktiv. Gemessen wurde der Wert auf SteamDB um 22:00 Uhr deutscher Zeit. Als unmittelbarer Auslöser galt eine zeitgleiche Mitteilung der Entwickler auf X, in der angekündigt wurde, dass die geschlossene Beta in den letzten Stunden für alle geöffnet werde. Damit stellte das Spiel den bisher höchsten gemessenen Peak auf und legte im Vergleich zur geschlossenen Beta im August um 131,7 Prozent zu.

Da der Early Access noch nicht gestartet ist, sind aktuell keine Nutzer-Rezensionen verfügbar. Gleichzeitig zeigt sich aber unter dem X-Posting, dass viele Spieler nicht nur Zahlen sehen, sondern auch konkrete Baustellen benennen. In den Kommentaren wurden unter anderem die Steuerung der Flugzeuge und die Flugabwehr kritisiert. Weitere Beschwerden drehen sich um die gefühlte Überlegenheit von Panzern sowie gepanzerten Fahrzeugen. Auch das automatische bzw. schnelle Sperren von Spielern aufgrund von versehentlichen Teamkills wurde thematisiert.

Neben Gameplay-Einstellungen kamen auch technische Probleme zur Sprache: Spieler berichteten von Problemen im Zusammenhang mit Anti-Cheat-Software, von Abstürzen sowie von mehreren Bugs. Nicht alle Stimmen waren jedoch negativ; ein Nutzer brachte es auf den Punkt, indem er sinngemäß meinte, das Spiel sei fertig und solle sofort veröffentlicht werden.

Der deutlichste Knackpunkt für viele Teilnehmende war allerdings weniger ein einzelnes Feature, sondern das Timing: Viele kritisierten, dass die Beta zu früh endete. Nur 12 Stunden nach der entsprechenden Ankündigung war die Testphase um 10:00 Uhr deutscher Zeit beendet. Wer nicht die Nacht durchmachte, hatte dadurch wenig Gelegenheit zur Teilnahme. SteamDB zufolge waren bis etwa eine Stunde vor Schluss weiterhin rund 140.000 Spieler gleichzeitig aktiv. Besonders betroffen waren Spieler aus den USA, da der Montag dort wegen des Feiertags “Labor Day” eine andere Verfügbarkeit mitbrachte.

Marcus Chen is a gaming journalist and industry reporter with more than 10 years of experience. He covers releases, announcements, and trends across PC, PlayStation, Xbox, and Nintendo, and keeps a close eye on the indie scene and esports. Previously an editor at several gaming publications, he now writes news, reviews, and breakdowns of major industry moments—from big showcases to updates on popular titles. His work is aimed at players who want a clear, fast read on what happened and why it matters.