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Der Fanfilm Prelude to Axanar ist erneut zum Streitpunkt geworden: Nachdem der zweiteilige Nachfolger The Gathering Storm gerade erst online ging, wurde er schnell wieder entfernt. Produzent Alec Peters reagiert nun mit scharfer Kritik an Paramount/CBS und an Alex Kurtzman, während die Rechtefrage weiterhin im Raum steht.

Vom geplanten Großprojekt zum Rechtsstreit

Prelude to Axanar erschien 2014 als Mockumentary und spielt nach Darstellung der Macher in den 2240er Jahren – also etwa zwei Jahrzehnte vor den Ereignissen der Originalserie. Die größere Idee dahinter: Auf Prelude to Axanar sollte ein deutlich umfangreicherer Fanfilm folgen, der die in der Originalserie erwähnte Schlacht von Axanar aufgreift.

Paramount und CBS blockierten das zunächst. Nach einer außergerichtlichen Einigung durften die Verantwortlichen die Geschichte nur noch in zwei Filmen fortsetzen, die jeweils etwa 15 Minuten lang sein sollten. Zusätzlich wurden strenge Regeln für Fanproduktionen festgelegt.

Die schnelle Entfernung von „The Gathering Storm“

Am 26. Juli 2026 startete die erste der beiden Fortsetzungen unter dem Titel The Gathering Storm. Kurz nach der Veröffentlichung verschwand das Video wieder. Auf der betroffenen Plattform war anschließend nur noch ein Hinweis zu sehen, der auf eine Entfernung „aus urheberrechtlichen Gründen“ aufgrund eines Antrags von Paramount Pictures Corporation und CBS Studios Inc. verweist.

Peters greift Kurtzman und die Rechteinhaber an

Alec Peters meldete sich daraufhin auf YouTube zu Wort und kritisierte Paramount/CBS deutlich. Dabei richtet er sich laut seinen Aussagen auch gegen Alex Kurtzman, der seit Star Trek: Discovery federführend an den aktuellen Produktionen beteiligt ist.

  • Peters behauptet, Kurtzman habe das Star-Trek-Fandom über Jahre gespalten und „mittelmäßiges“ Star Trek geliefert – und das bei höheren Kosten als bei Axanar.
  • Er verweist als Beispiel auf The Gathering Storm und nennt Aufrufzahlen: Nach seiner Darstellung erreichte der Film innerhalb von zwei Tagen 125.000 Aufrufe, bevor CBS einen DMCA-Takedown veranlasste.
  • Peters stellt dazu einen Vergleich her: The Gathering Storm habe mehr YouTube-Aufrufe erzielt als die erste Folge von Star Trek: Starfleet Academy innerhalb von 48 Stunden.

Der Artikel weist außerdem darauf hin, dass sich Kritik-Streamer zur Zeit des Starts über YouTube gegen die Kurtzman-Ära gewandt hätten. Ein damals berichteter Stand nennt für die Auftaktfolge von Starfleet Academy nach mehr als 24 Stunden rund 82.000 Aufrufe.

Was Peters von der neuen Paramount-Führung erwartet

In einem am Donnerstag veröffentlichten Video richtet Peters seine Botschaft direkt an die neue Führung bei Paramount. Er sagt, diese interessiere sich offenbar wieder für ein Star Trek, das Fans in den Mittelpunkt stellt – allerdings habe Kurtzman aus seiner Sicht genau das nicht getan.

  • Peters nennt Kurtzman „zehn Jahre“, in denen er das Star-Trek-Fandom gespalten und Star Trek von „mittelmäßiger Qualität“ geliefert haben soll.
  • Als Beleg führt er erneut The Gathering Storm an und ordnet dem Projekt eine überdurchschnittliche Resonanz zu, die seiner Darstellung nach trotz des schnellen Takedowns deutlich ausfiel.

Er argumentiert zudem, dass die Verantwortlichen beim 60. Geburtstag von Star Trek die Fans erneut vergraulen würden – ähnlich wie es Peters zufolge bereits beim 50-Jährigen mit der damaligen Paramount-Führung passiert sei. Als mögliche Orientierung nennt er Damon Lindelof, J. J. Abrams sowie Justin Lin (Regisseur von Star Trek: Beyond), die sich Peters zufolge 2016 für Axanar eingesetzt hätten.

Rechtsrahmen, Vergleich und frühere Stationen des Streits

Peters’ Aussagen drehen sich auch um die rechtliche Basis. Er behauptet, die Rechteinhaber hätten The Gathering Storm per DMCA-Takedown entfernt – und nennt dabei das US-Verfahren, das Inhalte auf Antrag relativ schnell vom Netz nehmen lassen kann, ohne dass bereits ein Gerichtsentscheid vorliegen muss.

  • Peters sagt, es sei eine Gegendarstellung eingereicht worden.
  • Er behauptet, nach Ablauf einer Frist von zehn Tagen dürfe der Film wieder online gestellt werden.
  • Er führt an, CBS und Paramount seien auf ein Schiedsverfahren als Rechtsbehelf beschränkt und dürften keine weitere Klage einreichen.

Ob diese Darstellung juristisch in allen Details zutrifft, lässt sich laut Bericht von außen nicht prüfen; Rechteinhaber äußerten sich in der Regel nicht zu konkreten Vereinbarungsdetails.

Ursprung: 90 Minuten geplant, dann nur 2×15 Minuten – und weitere Schritte

Ursprünglich sollte auf Prelude to Axanar ein 90 Minuten langer Fanfilm folgen. Das Projektteam hatte hierfür laut Bericht auch Geld über Kickstarter gesammelt. Ende 2015 reichten CBS und Paramount jedoch eine Klage gegen Axanar Productions sowie gegen Produzent Alec Peters wegen Urheberrechtsverletzungen ein.

Anfang 2017 kam es zu einer außergerichtlichen Einigung: erlaubt wurde eine Fortsetzung in zwei Teilen mit jeweils rund 15 Minuten. Zusätzlich durfte Prelude to Axanar werbefrei auf YouTube verbleiben.

Später ging das Ganze 2023 erneut vor ein Schiedsgericht, weil Peters sich angeblich nicht an die Vereinbarung gehalten haben soll. Am Ende trug er laut Bericht die Anwalts- und Gerichtskosten.

Besetzung und weitere Entwicklung von „Axanar“

Während der frühen Phase machte Prelude to Axanar vor allem wegen hochkarätiger Darsteller Schlagzeilen: Der verstorbene Gary Graham übernahm laut Bericht erneut die Rolle des Botschafters Soval aus Star Trek: Enterprise. Dazu kamen J. G. Hertzler (General Martok aus DS9) und Tony Todd (Kurn aus The Next Generation). Auch Richard Hatch (Kharn) wurde genannt; auch er ist inzwischen verstorben.

Tony Todd distanzierte sich Peters’ Darstellung zufolge bereits vor Jahren von Axanar. In The Gathering Storm kamen weitere Schauspieler hinzu: Tony Amendola spielt den klingonischen Admiral Mor’o, Faran Tahir tritt als Captain Robau auf. Der Bericht nennt außerdem, dass Amendola unter anderem aus Stargate SG-1 als Master Bra’tac bekannt ist; Tahir wirkte ebenfalls im Star-Trek-Kontext des Reboots von 2009 mit.

  • Peters kritisiert die Rechteinhaber außerdem in Bezug auf den Umgang mit Fanmaterial: In seinen Aussagen heißt es, selbst die Axanar-eigene Webseite habe den Film nach der DMCA-Entfernung ebenfalls gelöscht.
  • Er behauptet, es sei eine Gegendarstellung erfolgt, und beruft sich auf das Schiedsverfahren als Grenze weiterer Klagen.

Die nächste Fortsetzung steht im Raum

Peters’ Videos und die aktuelle Debatte drehen sich nicht nur um den bereits entfernten Start. Er erwähnt auch Crucible als zweite Fortsetzung, die später in diesem Jahr erscheinen soll.

Ob Peters’ deutliche Angriffe und seine Aufforderung an Fans, den zuständigen Anwälten E-Mails zu schicken, Einfluss auf das weitere Vorgehen der Rechteinhaber haben, bleibt abzuwarten. Sicher ist bisher nur: Prelude to Axanar und die nachfolgenden Teile sind weiterhin juristisch und kommunikativ ein Reizthema – insbesondere im Spannungsfeld zwischen Fanprojekten und den offiziellen Star-Trek-Produktionen der Gegenwart.

Marcus Chen is a gaming journalist and industry reporter with more than 10 years of experience. He covers releases, announcements, and trends across PC, PlayStation, Xbox, and Nintendo, and keeps a close eye on the indie scene and esports. Previously an editor at several gaming publications, he now writes news, reviews, and breakdowns of major industry moments—from big showcases to updates on popular titles. His work is aimed at players who want a clear, fast read on what happened and why it matters.