Aion 2 Endgame Guide: Level 45 PvE & PvP Roadmap from NCSoft
Aion 2, das neue Themenpark-MMORPG von NCSoft, teilt seinen Weg zum Endgame klar in zwei Bereiche: erst die Levelphase bis zur Maximalstufe 45, danach ein wöchentlich strukturiertes Angebot, das sich vor allem darum dreht, die eigene Kampfkraft (Combat Power, kurz CP) Schritt für Schritt hochzuschrauben. Wer sich nicht lange aufhält, soll die Jagd nach Erfahrungspunkten nach etwa zehn bis 15 Spielstunden abgeschlossen haben – vorausgesetzt, ihr folgt vor allem der Haupt-Questreihe und ergänzt das Ganze mit ein paar Nebenaufgaben sowie Dungeon-Besuchen.
Das Endgame ist dabei so angelegt, dass PvE und PvP strikt getrennt behandelt werden. Auch wichtig: PvP-Inhalte sind optional. Wenn ihr also lieber gegen Bosse und in Gruppen-Content spielt, müsst ihr euch nicht zwangsläufig in duell- oder schlachtorientierte Modi stürzen. Für alle, die dennoch in Konflikte wollen, gibt es ein eigenes Set an Herausforderungen, Belohnungen und Systemen – inklusive Ranglisten und saisonalen Auszeichnungen.
Die zentrale Frage lautet: Wie steigt die CP eigentlich? In Aion 2 kommt es nicht nur auf Ausrüstung an. Spieler können ihre Kampfkraft auch über mehrere zusätzliche Schienen erhöhen, darunter Fortschritte im Daevanion-Talentsystem, Freischaltungen im Pantheon, das als eine Art Housing-Bereich beschrieben wird, sowie über das Sammeln von Arcana-Karten. Dazu kommen das Levelen von Skills und Stigma-Sockelsteinen sowie besondere Boni und Effekte von Titeln und Flügeln.
Beim Thema Ausrüstung gibt es außerdem eine klare Differenzierung: Gear kann je nach Ausrichtung unterschiedlich stark fürs PvE oder fürs PvP wirken. In instanziierten PvP-Formaten wie Arenen und Schlachtfeldern wird die Ausrüstung der Teilnehmenden jedoch auf ein vergleichbares Niveau angehoben, damit das Können und die Vorbereitung im Modus stärker zählen als rohe Werte. Für offene PvP-Schauplätze bleibt die spezialisierte Ausrüstung aber besonders relevant.
PvE-Endgame: Solo, kleine Gruppen und Raids
Der Großteil des Endgame-Contents richtet sich an PvE-Fans, die unterschiedliche Gruppengrößen abdecken möchten: Solo-Spieler, Gruppen mit fünf Personen und Raids mit zehn Teilnehmenden. Im Solo-Bereich stechen Ascension Trials hervor, bei denen ihr euch in zeitbasierten Prüfungen gegen Gegnerwellen und Bosse behauptet und mit der Geschwindigkeit besser bewertet werdet. Daneben gibt es Sealed Dungeons: instanzierte Mini-Dungeons, die in der offenen Welt auftauchen, mit eigenen Rätseln im Umfeld und jeweils einem Boss am Ende.
Wer gern Ziele abräumt, stößt auf Strongholds. Diese befestigten Areale gibt es entweder in der offenen Welt oder instanziert; dort säubert ihr Gegenden von Gegnern und müsst bestimmte Aufgaben erfüllen. Strongholds lassen sich optional auch in einer Gruppe erledigen. Für Solo-Herausforderungen als Boss-Staffel sind Nightmare Dungeons gedacht: Hier geht es darum, nacheinander Bosse allein zu bezwingen.
Für Gruppen mit fünf Spielern stehen Expeditionen bereit, die als Standard-Dungeons für diese Gruppengröße dienen. Darüber hinaus gibt es Transcendence Dungeons, zeitkritische Endgame-Instanzen mit besseren Belohnungen, in denen ihr eine feste Anzahl an Monstern und Bossen möglichst schnell besiegen müsst.
Im 10-Spieler-Raidbereich sind Sanctuary und Ludra die genannten Ziele. Sanctuary ist ein Raid mit knackigen Bosskämpfen und besonderen Belohnungen, darunter Transzendenz-Ausrüstung. Ludra ist ebenfalls für zehn Spieler ausgelegt, soll einen Boss bieten und kommt mit drei Schwierigkeitsstufen; dabei heißt es, dass der Raid möglicherweise erst mit einem späteren Update nachgereicht wird.
Auch in der offenen Welt spielt PvE eine große Rolle: Neben Strongholds sind Invasions-Events und Weltbosse genannt, bei denen alle Anwesenden gemeinsam Gegner und Bosse bekämpfen, um Boni für den Server sowie Belohnungen zu sichern. Dazu kommen Quests sowie die Erkundung der Welt, verbunden mit dem Wunsch, die Sammlung im Pantheon für den eigenen Fortschritt weiter auszubauen.
PvP-Endgame: Abyss-Schlachten, Arenen und optionale Konflikte
Für Spieler, die PvP im Endgame suchen, ist ein großer Teil des Systems um den Abyss herum aufgebaut. Dort kämpfen die beiden Fraktionen in verschiedenen Karten sowohl in der Luft als auch am Boden um Kontrollzonen, Artefakte, Ressourcen und Weltbosse. Gleichzeitig bleibt der Zugang zeitlich begrenzt: Pro Woche sind es sieben Stunden im Abyss, die sich laut Plan durch Items und ein Abo erhöhen lassen. Wer lieber strukturierter kämpft, findet im Arena-Teil zwei Formate: Arena of Solitude für 1-gegen-1-Duelle und Arena of Cooperation für Kämpfe zweier Teams mit jeweils vier Mitspielern.
Zusätzlich gibt es Schlachtfelder für zwei Teams mit je zehn Spielern. Ein Battle-Royale-Modus mit 100 Teilnehmenden ist ebenfalls erwähnt, gilt aber als sehr wahrscheinlich erst in einem späteren Update. Spacetime-Rifts sind ein weiterer PvP-Mechanismus: Zu festgelegten Zeiten dürfen dort Mitglieder einer Fraktion das Territorium der gegnerischen Seite angreifen. Wer mitmachen möchte, muss sich dafür bewusst fürs PvP markieren.
Abseits dieser Konflikte mischt das Shugofesta als Sammlung von Minispielen mit, in dem ihr euch in verschiedenen Herausforderungen wie Rennen oder Geschicklichkeitstests mit anderen Spielern messen könnt.
Wer regelmäßig in instanziierte Arena-Kämpfe geht, kann sich zudem in einer Rangliste nach oben arbeiten und so exklusive Saison-Belohnungen verdienen. Über die PvP-Aktivitäten sammelt ihr vor allem Abyss-Punkte und PvP-Medaillen, mit denen ihr euch PvP-Ausrüstung beschaffen könnt. Diese Ausrüstung soll in PvP-Situationen besondere Boni liefern – sowohl für den Schadensausstoß als auch für die Schadensreduktion. Weil in den instanziierten Modi die Werte angeglichen werden, wird diese spezielle PvP-Last vor allem im Abyss und bei den Spacetime-Rifts zum stärkeren Vorteil.
Auch zum Release gibt es konkrete Eckdaten: Aion 2 erscheint mit einem Free2Play-Modell Ende September oder Anfang Oktober im Westen. Das Spiel wird als Themenpark-MMORPG geführt und setzt dabei stark auf PvE, ergänzt aber optional PvP-Herausforderungen, damit sowohl Solo-Progress als auch wettbewerbsorientierter Content für unterschiedliche Spielertypen Platz haben.


