Path of Exile 2 Gets Duelist Starter Class—30 Minutes Shows Why It Hooks
Grinding Gear Games hat auf der gamescom 2026 den 1.0-Release von Path of Exile 2 angekündigt: Am 11. Dezember geht das Action-RPG offiziell in die Vollversion. Direkt vorgestellt wurde außerdem die neue Startklasse Duelist (Duellant) – und bei einer hands-on Session zeigte sich, wie stark das Gameplay-Design dieser Rolle auf Kombos, Timing und flexible Skill-Varianten setzt.
Release-Termin und neue Startklasse: Duellant kommt mit 1.0
Im Rahmen der gamescom 2026 wurde der 1.0-Launch von Path of Exile 2 für den 11. Dezember bekanntgegeben. Zum selben Zeitpunkt präsentierte das Studio auch den Duelist als neue Klasse. Die Rolle ist kein vollkommen neues Gesicht im Universum, sondern knüpft an den ersten Teil an – wird in Path of Exile 2 jedoch als eigenständiges Konzept neu gedacht.
Wer die Klasse auf der Messe anspielen konnte, hatte dabei nicht nur Zeit für Bosse und Gegner, sondern kam auch an ein besonders seltenes Item heran, das als physischen Anhänger ausgegeben wurde. Der Eindruck: eine sehr konkrete, sofort spielbare Klasse, die sich vor allem über Skill-Ketten und Variationen entfaltet.
So funktioniert der Duellant: Sand und Blut als Skill-Grundlage
Der Duellant setzt nicht auf ein einzelnes “Sword-and-Board”-Klischee, sondern auf ein System, das Skills als Bausteine behandelt. Im Kern drehen sich die Fähigkeiten um zwei Ressourcen bzw. Zustände: Sand und Blut.
- Sand steht eher für die defensivere Ausrichtung.
- Blut verändert Skills zu einer offensiveren Variante.
- Welche “Form” ein Skill annimmt, hängt davon ab, ob der Duellant den Angriff eines Gegners pariert (Blut) oder den Gegner betäubt (Sand).
- Einige Fähigkeiten reagieren außerdem darauf, ob sie aus einer Haltung heraus aktiviert werden, etwa aus “Ready Stance”. Diese Stellung dient im Schwertkampf dazu, Aktionen vorzubereiten und das Verhalten einzelner Skills zu beeinflussen.
Je nach Waffenwahl gibt es zusätzliche Nuancen: Der Duellant kann unter anderem mit Schwert und Schild, zwei Einhändern oder einem Zweihänder spielen, wodurch Fähigkeiten spürbar unterschiedliche Effekte erhalten können.
Hinzu kommt ein weiterer Kombinationshebel: Bestimmte Angriffe lassen sich über Elemente “aufladen”, die aus Umgebungs-“Pfützen” stammen. Diese können entweder vom Duellanten selbst erzeugt werden oder auch von anderen Spielern sowie Gegnern verfügbar sein. Am Ende entsteht eine Klasse, die nicht nur durch einzelne Skills lebt, sondern durch das Verketten und Anpassen mehrerer Mechaniken ineinandergreifen lässt.
Keine 1:1-Kopie: Duellant soll “Flow” statt Mainstream-Schwertkampf liefern
Entwicklungsseitig wird der Duellant in Path of Exile 2 als komplett neu erschaffen beschrieben, obwohl er aus dem ersten Teil bekannt ist. Als Grund dafür wurde genannt, dass Schwerter sich nicht automatisch “einfach” implementieren lassen – sie wirken laut Erklärung oft schnell eintönig, wenn man nur bestehende Muster übernimmt.
Die Vision: ein Schwertkämpfer mit einem klar spürbaren “Flow” in den Fähigkeiten. Das Ziel sei offenbar erreicht worden, weil die Angriffe nicht nur als grobe Hack-and-Slay-Hiebe verstanden werden, sondern eher wie ein choreografiertes Zusammenspiel aus Bewegungen und Skill-Übergängen.
Im hands-on Eindruck wurde das besonders deutlich: Die Verkettungen fühlten sich weniger wie ein planloser Schlagabtausch an, sondern wie ein kontrollierter Kampfstil – “edel” statt “barbarisch”, wie es sinngemäß beschrieben wurde.
Warum es trotzdem ein Risiko für “Casual”-Spieler sein könnte
Trotz der Begeisterung gibt es eine Bremse, die viele Path of Exile-Spieler bereits kennen: Komplexität. Beim Test stand ein vorbereiteter Charakter bereit – die Sorge entsteht, wenn man sich selbst in Skills, Build-Entscheidungen und die ganzen Systeme einarbeiten muss. Für Spieler, die in ARPGs vor allem “reinfahren” und loslegen wollen, kann das zunächst anstrengend wirken.
Ironischerweise wird genau diese höhere Anspruchsstufe als Grund genannt, warum die Faszination trotz Skepsis wächst: Ausgerechnet die Klasse, die mehr Können verlangt als das ohnehin schon fordernde Path of Exile-Ökosystem, könnte ein Einstiegspunkt sein, um dem Spiel mehr Zeit zu geben.
Was kommt als Nächstes?
Mit dem 1.0-Termin am 11. Dezember und dem Duellanten als neuer Klasse hat Path of Exile 2 auf der gamescom 2026 klare Prioritäten gesetzt: tiefere Skill-Interaktion, Waffen- und Haltungsvarianten sowie ein Kampfstil, der auf Timing und Kombinationsdenken setzt.
Ob und wann man vor dem 11. Dezember weiter in das System eintauchen kann, bleibt abzuwarten – sicher ist aber: Der Duellant ist bereits jetzt als konkreter “Anker” für alle im Blick, die Lust auf komplexe Builds und flüssige Skill-Ketten haben.


