Windows 11 24H2/25H2: Movable Taskbar Returns as WMIC Is Removed
Microsoft testet in Windows 11 neue Personalisierungsfunktionen, die vor allem den Alltag am Desktop verändern sollen: Die Taskleiste kommt zurück mit freier Positionierung, Startmenü und Suche bekommen mehr Stellschrauben – und mit WMIC verschwindet ein bekanntes Kommandozeilen-Tool endgültig aus den 24H2- und 25H2-Ausgaben. Die Änderungen werden zunächst gestaffelt im Release-Preview-Kanal verteilt.
Freie Taskleisten-Position kehrt zurück – jetzt auch mit kleinerer Variante
In den aktuellen Test-Builds 26100.9267 und 26200.9267 arbeitet Microsoft an mehreren Anpassungen für Windows 11 24H2 und 25H2. Der auffälligste Punkt: Eine Taskleiste, die sich frei platzieren lässt, soll wieder Teil des Systems werden. Künftig kann sie am unteren, oberen, linken oder rechten Bildschirmrand angezeigt werden.
Für die Positionierung führt Microsoft den Weg über die Einstellungs-App ein: Einstellungen > Personalisierung > Taskleiste > Verhalten der Taskleiste > Position der Taskleiste. Zusätzlich kommt eine kleinere Darstellungsform hinzu. Diese Variante reduziert sowohl die Höhe der Taskleiste als auch die Symbolgröße – Start, Suche und der Systembereich bleiben dabei erhalten.
Wichtig für Seiten-Setups: Bei einer Position an links oder rechts gelten Einschränkungen. Das Suchfeld und die kompakte Taskleiste funktionieren laut Teststand zunächst nur am oberen oder unteren Rand.
- Taskleiste kann wieder oben, unten, links oder rechts angezeigt werden.
- Neue Option für eine kleinere Taskleistenansicht (weniger Höhe, kleinere Symbole).
- Suchfeld und kompakte Taskleiste starten zunächst nur bei oberer/unterer Position.
- Die Funktionen werden zuerst schrittweise im Release-Preview-Kanal ausgerollt.
Startmenü und Suche: mehr Kontrolle über Größe, Inhalte und Vorschläge
Parallel zur Taskleisten-Änderung erweitert Microsoft das Startmenü. Nutzer können künftig zwischen einer kleinen, großen und einer automatischen Darstellung wählen. Darüber hinaus lassen sich mehrere Bereiche separat steuern: Bereiche für angeheftete Apps, zuletzt verwendete Inhalte sowie alle Anwendungen können jeweils ein- oder ausgeblendet werden.
Auch sprachlich wird umgestellt: Der bisherige Bereich „Empfohlen“ soll künftig „Zuletzt verwendet“ heißen.
Bei der Windows-Suche kommt ebenfalls ein neues Konfigurationsangebot. In den Einstellungen soll sich einstellen lassen, dass Web- und Microsoft-Store-Vorschläge nicht mehr neben lokalen Ergebnissen erscheinen. Zusätzlich merkt sich Windows häufiger genutzte Ordner, um sie bei späteren Suchanfragen automatisch zu berücksichtigen.
Microsoft kündigt außerdem an, dass der Datei-Explorer beim Öffnen schneller reagieren soll – eine Änderung, die für Nutzer spürbar sein kann, wenn sie häufig zwischen Suchen, Suchtreffern und dem Öffnen von Dateien wechseln.
WMIC fliegt endgültig raus – WMI bleibt, aber das Kommandozeilen-Tool nicht
Während die UI-orientierten Änderungen in den Builds vorangehen, streicht Microsoft mit WMIC zugleich eine bekannte Komponente aus Windows 11 24H2 und 25H2. Das Kommandozeilenprogramm WMIC wird in diesen Versionen endgültig entfernt.
Hintergrund: WMIC war bei neuen Installationen bereits standardmäßig nicht mehr enthalten, ließ sich jedoch bislang noch als optionales Feature nachinstallieren. Diese Nachinstallationsmöglichkeit soll künftig ebenfalls entfallen.
Für die Systemverwaltung bleibt jedoch eine wichtige Klarstellung bestehen: WMI (Windows Management Instrumentation) wird weiterhin vollständig unterstützt. Die Änderung betrifft damit ausschließlich das WMIC-Werkzeug.
Die Test-Builds wurden am 14. August 2026 veröffentlicht. Microsoft weist außerdem darauf hin, dass die Verfügbarkeit der neuen Funktionen je nach Gerät und Markt variieren kann.
Warum das für Spieler und Power-User relevant ist
Auch wenn die Änderungen nicht direkt „Gaming-Features“ sind, betreffen sie zwei Dinge, die im Alltag stark auf Performance im Sinne von Tempo und Workflow einzahlen: Bedienbarkeit des Desktops und Effizienz beim Finden von Dateien, Apps und Inhalten.
Für viele PC-Spieler ist die Taskleiste ein zentraler Umschaltpunkt zwischen Launcher, Voice-Chat, Browser und Spielbibliothek. Die Rückkehr einer frei positionierbaren Taskleiste macht Setups mit ultrabreiten Monitoren oder mehrzeiligen Layouts wieder attraktiver – zugleich kann die kleinere Variante helfen, mehr Platz im HUD-ähnlichen Desktop-Umfeld zu gewinnen, etwa bei kleineren Bildschirmhöhen oder bei Side-Screen-Setups.
Startmenü- und Such-Optionen sind besonders dann relevant, wenn ihr häufig zwischen Programmen wechselt oder schnelle Zugriffe auf Ordner und lokale Treffer braucht. Die Möglichkeit, Web- und Store-Vorschläge aus der Suche auszublenden, reduziert zudem die „Rauschen“-Quote bei schnellen Queries.
Für technischere Nutzer bedeutet WMICs Ende vor allem: Wer Skripte oder Workflows genutzt hat, die auf WMIC setzten, muss sich rechtzeitig umstellen. Gleichzeitig bleibt WMI erhalten, sodass nicht die gesamte Management-Basis verschwindet, sondern nur das konkrete CLI-Tool.


