League of Legends Classic: 3 Beginner Tips for Getting Started Right

League of Legends: Classic wird oft als Rückzugsort für eingefleischte Veteranen beschrieben – dabei ist der Modus in vielerlei Hinsicht gerade für Einsteiger überraschend zugänglich. Weniger Champions, sofort nutzbare Beschwörerzauber und ein insgesamt entschleunigtes Tempo nehmen den Druck aus den ersten Partien. Gleichzeitig bringt Classic Struktur- und Meta-Unterschiede mit, die Neulinge kennen sollten, bevor sie sich im Wald oder bei Runen-Setups verzetteln.

Warum Classic für Neueinsteiger trotzdem Sinn ergibt

Der größte Mythos: „Classic ist nur Nostalgie für alte Hasen.“ Zwar spielt die Vergangenheit eine Rolle, aber der Modus reduziert einige der typischen Einstiegshürden. Statt sich durch ein riesiges Champion-Arsenal, komplizierte Freischaltungen und hektische Matches zu kämpfen, starten neue Spieler in ein überschaubareres System.

  • Kleinerer Champion-Pool: In Classic sind es rund 60 Champions – deutlich weniger als die über 170, die im modernen League anstehen.
  • Beschwörerzauber sind sofort verfügbar: Ihr müsst nicht erst Leveln, um zentrale Summoner Spells für verschiedene Rollen auszuprobieren.
  • Spielablauf wirkt langsamer: Dadurch werden Teams nicht sofort von „Speed“-Gegnern überrollt, und ihr habt mehr Zeit, die Karte und Abläufe kennenzulernen.

Wichtig bleibt aber: Classic ist nicht einfach „modern, nur alt“. Wer es damals nicht gespielt hat, muss Mechaniken und Unterschiede aktiv mitdenken – sonst fühlt sich selbst ein scheinbar einfacher Start schnell chaotisch an.

Dschungel-Risiko: Warum Jungling früher Hilfe braucht

Eine der größten Änderungen, die man zwischen modernem League und League Classic spürt, betrifft den Dschungel. Classic nutzt die frühere Version mit Wölfen, Geistern und Dschungel-Minions – Monster, die spürbar stärker angreifen können. Im modernen System kann sich nahezu jeder Jungler den Wald weitgehend allein erarbeiten; in Classic ist das für die meisten zu Beginn nicht der Normalfall.

Das bedeutet für Einsteiger ganz konkret: Als Jungler solltet ihr häufiger Unterstützung anfordern. Üblicherweise helfen Mid-Lane sowie die Bot- oder Top-Lane – je nach Startposition. Die Teamkollegen unterstützen dabei entweder durch Schaden oder indem sie den eingehenden Schaden „tanken“, also auf sich ziehen. Entscheidend ist aber der richtige Zeitpunkt: Sie sollten verschwinden, bevor der Gegner stirbt, damit ihr die vollen Erfahrungspunkte bekommt.

Zusätzlich gilt im Wald: Monster können richtig zuschlagen. Gerade bei Nicht-Tanks (im Text wird als Beispiel Shaco genannt) müsst ihr eure Lebensanzeige konsequent im Blick halten und genügend Tränke mitnehmen. Und: „Smite“ (Zerschmettern) ist für Jungler nicht optional, sondern euer Pflichtbeschwörerzauber.

Auch auf den Lanes ist Vorsicht nötig. In Classic gibt es für manche Champions schon früh Möglichkeiten, einen starken Gank abzurufen. Als grobe Einsteiger-Regel wird empfohlen, defensiver zu spielen und Sichtkontrolle nicht zu vernachlässigen – also Wards (Sichtaugen) zu kaufen.

Runen-Realität: Nicht alles sofort verfügbar

Ein weiterer Punkt, der Classic für Neulinge gleichzeitig leichter und zugleich ungewohnt macht: Runen. Anders als im modernen League habt ihr nicht sofort Zugriff auf das komplette Runenarsenal. In Classic werden Runen im Classic-Shop gekauft und anschließend zu Seiten zusammengestellt.

Das Feature wird erst auf Classic-Stufe 4 freigeschaltet – eine Stufe, die ihr laut Einschätzung nach etwa fünf Spielen erreichen könnt. Danach braucht ihr außerdem die passende Währung („IP“), um Runen zu erwerben.

  • Maximal 9 gleiche Runen pro Farbe (Rot, Gelb, Blau)
  • Maximal 3 Quintessenzen

Wichtig für das Verständnis: Runen werden beim Einsetzen nicht „verbraucht“. Ihr könnt sie später auf unterschiedlichen Seiten (ebenfalls käuflich) wiederverwenden. Eure erste Runenseite werdet ihr allerdings vermutlich erst ungefähr auf Level 7 oder 8 komplett füllen können. Danach gilt: Sobald wieder genug IP da ist, solltet ihr Runen für unterschiedliche Champions und Rollen gezielt nachkaufen und anpassen.

Tempo, Effekte und Beschwörer: Was sich wirklich anders anfühlt

Classic entschleunigt nicht nur „im Gefühl“, sondern gleich auf mehreren Ebenen. Bestimmte Speed-Buffs fehlen direkt zum Start, wodurch ihr weniger Angst haben müsst, dass der Gegner schon im eigenen Dschungel steht, nur weil ihr noch Items kauft. Dazu kommt: Bewegungsgeschwindigkeit wirkt niedriger oder träger – und die Wege zwischen den Lanes geben euch eher Zeit, die Minimap zu checken und fehlende Wards im Blick zu behalten.

Außerdem sind weniger visuelle Effekte im Spiel. Das macht das Match nicht automatisch „langsamer“ im Sinne von weniger Aktionen, aber es reduziert die visuelle Dauerbelastung. Das kann Einsteigern helfen, die Situation besser zu verfolgen, statt durch dauernd blinkende Effekte überfordert zu werden.

Der echte Stolperstein kommt dann später: Der Wechsel von Classic ins moderne League erfordert eine Umstellung auf das höhere Tempo. Für den Einstieg – besonders wenn ihr noch komplett neu im MOBA-Genre seid – bietet Classic laut Einschätzung aber bessere Übersicht und weniger sofortigen Druck.

Welche Summoner Spells ihr in Classic nicht ignorieren solltet

In League Classic bekommt ihr alle Beschwörerzauber direkt. Der Haken: Es sind dabei auch alte Zauber weiterhin im Spiel. Einige existieren heute nicht mehr, etwa „Surge“ oder „Promotion“, die aus gutem Grund entfernt wurden. Für Einsteiger werden als „Standard“-Auswahl für viele Champions und Rollen folgende Zauber genannt:

  • Blitz für praktisch jede Rolle
  • Entzünden, Heilung oder Barriere meist für damage-orientierte Picks
  • Geist für Champions, die Gegner unbedingt nachsetzen müssen
  • Teleportation vor allem für Top-Laner
  • Smite für Jungler
  • Erschöpfen für Supports

Der Text rät außerdem davon ab, sich als Neuling auf seltene Nischenkombinationen mit vergessenen Beschwörerzaubern zu fokussieren. Solche „absurd schnellen Siege“ seien eher Einzelfälle – und es lohne sich nicht, dafür Zeit zu investieren. Falls ihr doch einmal damit konfrontiert werdet, solltet ihr es als Lernerfahrung mitnehmen und danach einfach weiterspielen.

Ein weiterer Kontext: Classic basiert auf einem älteren Stand

League Classic steht auf einem Patch-Stand von Season 3. Das heißt: Balance und Fähigkeiten entsprechen diesem Zeitraum – einige Champions waren damals teils deutlich stärker oder schwächer als heute, und einzelne Fähigkeiten weichen teilweise komplett voneinander ab.

Für Spieler bedeutet das: Wer Classic nur als „Version von früher“ betrachtet, wird schnell merken, dass es auch spielerisch eine andere Meta ist. Wer hingegen mit offenen Augen startet, kann gerade durch die Reduktion bei Champions und das langsamere Tempo einen sauberen Einstieg finden – und danach gezielt entscheiden, wie viel davon er in das moderne League mitnimmt.

Marcus Chen is a gaming journalist and industry reporter with more than 10 years of experience. He covers releases, announcements, and trends across PC, PlayStation, Xbox, and Nintendo, and keeps a close eye on the indie scene and esports. Previously an editor at several gaming publications, he now writes news, reviews, and breakdowns of major industry moments—from big showcases to updates on popular titles. His work is aimed at players who want a clear, fast read on what happened and why it matters.