GPU Roadmap 2026 Update: AMD, Nvidia and Intel Faces Memory Shortage

Updates zu neuen Radeon, GeForce und Arc-Grafikkarten kommen bei AMD, Nvidia und Intel selten offiziell – meist werden Daten zu Chips, Fertigung und Release-Fenstern erst durch Gerüchte und inoffizielle Roadmaps greifbar. Mit einem frischen Stand vom 6. August 2026 hat eine aktualisierte GPU-Übersicht die zuletzt seit April 2026 bekannt gewordenen Hinweise zu kommenden Generationen zusammengeführt, inklusive dessen, was bereits als “bestätigt” gilt und was weiterhin offen ist.

Stand der GPU-Roadmap: Was sich seit April 2026 getan hat

Der aktuelle Update-Zeitpunkt bündelt neue Gerüchte seit dem letzten Stand im April 2026 und ordnet sie als Mischung aus bestätigten Informationen und offenen Punkten zu den kommenden Grafikkarten-Generationen von Nvidia, AMD und Intel ein. Zusätzlich wird die Roadmap als inoffizielle Übersicht beschrieben: Für die jeweiligen Grafikchips werden grobe Daten zu Chipnamen (Codename), Fertigung, Speicheranbindung (Kapazität und Interface) sowie ein mutmaßlicher Startzeitraum zusammengefasst. Alle Angaben bleiben dabei ausdrücklich mit Unsicherheit behaftet.

Radeon: RDNA-4, neue Einstiegsoptionen und die nächsten Schritte

Für AMDs Radeon-Linie deutet die aktuelle Gerüchtelage darauf hin, dass AMD die RDNA-4-Generation bereits weitgehend “abgeschlossen” hat. Ein kursierendes Gerücht um eine Radeon RX 9090 XT wird dabei als sehr unwahrscheinlich eingeordnet: Laut der Einschätzung plane AMD nicht, das High-End-Segment mit diesem Modell gezielt abzudecken.

Stattdessen ist in diesem Sommer ein Einstiegsmodell offiziell erschienen: die Radeon RX 9050. Als technische Eckdaten werden genannt: 1.024 FP32-ALUs, 32 MiB Infinity Cache, wahlweise 4 oder 8 GiB GDDR6, bis zu 2.600 MHz Boost-Takt, ein 128-Bit-Interface und eine TBP von 92 Watt.

Parallel bleibt die Gerüchteküche aktiv: Für eine Radeon RX 9080 XT werden Spezifikationen im Kontext von RDNA-4 genannt, unter anderem ein “Navi 48 XT”-Spin als “Navi 48 XTX”, ein Boost-Fenster von 3,4 bis 3,7 GHz, 16 bis 32 GiB GDDR7 sowie ein 256-Bit-Speicherinterface. Auch eine TDP von 450 Watt oder mehr wird dabei in den Raum gestellt.

RDNA-5: Codename “GFX13”, Zeitfenster und HDMI 2.2

Während bei RDNA-5 insgesamt ein größerer Sprung erwartet wird, wird zugleich betont, dass der Speicherstatus ein bremsender Faktor sein könnte. So sollen Produkte auf Basis der neuen Architektur frühestens in der zweiten Jahreshälfte starten; als wahrscheinlicher wird jedoch ein Start erst im Jahr 2028 beschrieben – mit der Begründung, dass die Speicherkrise der entscheidende Treiber sein könnte.

Für RDNA 5 werden außerdem mehrere konzeptionelle Punkte hervorgehoben:

  • Die RDNA-5-Architektur soll ein Shader-Design nutzen, das dem von GCN ähnelt.
  • Während Radeon RX 9000 eher als “kosteneffizienter” Umsatzbringer positioniert sein soll, will AMD mit RDNA 5 mehr Zeit nehmen und wieder gezielter ins High-End-Geschäft angreifen.
  • RDNA 5 soll nicht nur im Desktop auftauchen, sondern auch in Zen-6-APUs sowie in der “PlayStation 6”.
  • Der Codename der RDNA-5-Architektur lautet “GFX13”.
  • Bei den Instinct-Serverreihen MI400 und MI500 wird entgegen früheren offiziellen Aussagen eine Basis auf CDNA-5 und “Next” vermutet; eine Vereinheitlichung zwischen Desktop und Serverbereich soll demnach eher erst mit RDNA 6 oder 7 anstehen.
  • Ein Tape-out im N3P-Fertigungsprozess von TSMC sei abgeschlossen.

Auch beim Display-Output wird ein konkreter Hinweis genannt: RDNA 5 soll erstmals HDMI 2.2 unterstützen, allerdings mit bis zu 64 Gbit/s statt der maximalen 80 Gbit/s. Damit würde HDMI 2.1 abgelöst werden, das derzeit bis zu 48 Gbit/s unterstützt.

Zusätzlich kursiert die Spekulation, dass RDNA 5 das “Dual-Issue”-Verhalten – eingeführt mit RDNA 3 – weiter ausbauen und stärker nutzen könnte. Dadurch werde in bestimmten Szenarien theoretisch eine bis zu doppelt so schnelle FP32-Berechnung möglich. Außerdem wird für AMDs nächste KI-Upscaling-Generation FSR “Next” (alias “FSR Diamond”) vermutet, dass sie Grafikkarten auf Basis von RDNA 5 vorbehalten bleiben könnte, während Besitzer von GPUs mit RDNA 4 und älter bei den Funktionen leer ausgehen müssten.

RDNA-5: Rechenwerke, Speicher-Interfaces und mehrere konkurrierende Modelle

Zu den technischen Daten existieren widersprüchliche Angaben. Ein Insider namens Kepler_L2 nennt für die Navi-5X-GPUs bis zu 96 Compute Units. Bei einer angenommenen Konfiguration mit 64 FP32-Shadereinheiten pro Compute Unit würden sich demnach 6.144 FP32-Shadereinheiten ergeben. Beim Speicherinterface werden mehrere Varianten diskutiert:

  • Navi 5X mit 96 CUs: 6.144 FP32-Shadereinheiten und 384-Bit-Speicherinterface
  • Navi 5X mit 64 CUs: 4.096 FP32-Shadereinheiten und 256-Bit-Speicherinterface
  • Navi 5X mit 32 CUs: 2.048 FP32-Shadereinheiten und 128-Bit-Speicherinterface

In dieser Lesart würde der größte Navi-5X-Chip bei Compute Units und FP32-Shadereinheiten wieder auf das Niveau des Navi 31 XTX aus RDNA 3 zurückkehren. Gleichzeitig werden die Informationen weiterhin als unbestätigte Spekulationen eingeordnet.

Andere Gerüchte, die Moore’s Law Is Dead zugeschrieben werden, sprechen dagegen von mehreren potenziellen Grafikprozessoren mit den Bezeichnungen AT0 bis AT4. Diese Aussagen sollen laut Einordnung nicht einfach mit den Navi-5X-Konfigurationen von Kepler_L2 zu einem gemeinsamen Rechenmodell zusammengeführt werden.

RDNA-5-Prozessoren: “Alpha Trion” (AT0–AT4) und unterschiedliche Speicherklassen

Für die kommenden Radeon-Grafikprozessoren wird außerdem ein neues Namensschema erwähnt: Die Chips sollen unter dem Codenamen “Alpha Trion” geführt werden – als mögliche Abkehr von der bisherigen Navi-Namensgebung. Dabei wird AT0 als Top-Modell genannt. Dieser Chip soll demnach vor allem für professionelle Szenarien wie Cloud-Gaming gedacht sein.

Für weitere Ausbaustufen werden folgende Gerüchte genannt:

  • AT2: maximal 40 Compute Units, 192-Bit-Speicheranbindung
  • AT3: 24 Compute Units
  • AT4: 12 Compute Units

Bei den kleineren Chips wird zudem spekuliert, dass statt GDDR7 LPDDR5X verwendet wird. AT1 gilt hingegen als “noch unklar”: Es könnte sich um die eigentliche High-End-Ausführung für Gaming handeln. Das würde auch erklären, warum der Abstand zwischen AT0 und AT2 beim Speicherinterface groß ausfällt – AT1 könnte demnach mit 256 oder 384 Bit ausgestattet sein.

Auf Basis der AT0–AT4-Liste werden aktuell folgende Konfigurationen gehandelt:

  • AT0: bis zu 96 CUs bzw. 12.288 FP32-ALUs, 512 Bit, 24–32 GiB
  • AT2: bis zu 40 CUs bzw. 5.120 FP32-ALUs, 192 Bit, 12–24 GiB
  • AT3: bis zu 24 CUs bzw. 3.072 FP32-ALUs, 256 Bit, 8–16 GiB
  • AT4: bis zu 12 CUs bzw. 1.536 FP32-ALUs, 128 Bit, 8–16 GiB

Die abweichenden Zahlen gegenüber Navi-5X-Angaben könnten demnach auf unterschiedlichen Ausbaustufen oder Zählweisen beruhen. Belastbare technische Details lägen bislang jedoch nicht vor, weshalb die Spezifikationen insgesamt mit Vorsicht zu genießen sind.

Timeline: Einordnung der Radeon-Entwicklung bis RDNA-5

  1. AMD positioniert RDNA-4 offenbar als abgeschlossene Generation; eine geplante Radeon RX 9090 XT wird als sehr unwahrscheinlich bewertet.
  2. Im Sommer erscheint offiziell die Radeon RX 9050 als Einstiegsmodell mit 92 Watt TBP, 128-Bit-Interface und wahlweise 4 oder 8 GiB GDDR6.
  3. In der Gerüchteküche bleibt parallel die Radeon RX 9080 XT präsent – mit Angaben zu Navi 48 XTX, GDDR7 (16–32 GiB) und potenziell hoher TDP ab 450 Watt.
  4. Für RDNA 5 werden erste Produkte frühestens ab der zweiten Jahreshälfte 2027 erwartet; wahrscheinlicher wird ein Start erst 2028, u. a. wegen Engpässen beim Speicher.
  5. RDNA 5 soll unter dem Codename “GFX13” laufen und HDMI 2.2 mit bis zu 64 Gbit/s einführen.

Marcus Chen is a gaming journalist and industry reporter with more than 10 years of experience. He covers releases, announcements, and trends across PC, PlayStation, Xbox, and Nintendo, and keeps a close eye on the indie scene and esports. Previously an editor at several gaming publications, he now writes news, reviews, and breakdowns of major industry moments—from big showcases to updates on popular titles. His work is aimed at players who want a clear, fast read on what happened and why it matters.