Ex-Bethesda Dev Nate Purkeypile Criticizes Starfield’s Repetitive World Design
Der frühere Bethesda-Entwickler Nate Purkeypile hat Starfield in einem neuen Rückblick deutlich kritisiert – nicht wegen einzelner Missionen oder Systeme, sondern wegen des grundlegenden Ansatzes beim Weltdesign. Seiner Ansicht nach entsteht dadurch zwar eine große, aber inhaltlich wenig abwechslungsreiche Spielwelt.
Purkeypile sieht das Problem im Mix aus Zufall und Wiederverwendung
Purkeypile, der von 2007 bis 2021 bei Bethesda gearbeitet hat und an mehreren bekannten Projekten des Studios beteiligt war, beschreibt als Kernschwäche die Kombination aus großflächig prozedural erzeugten Arealen und einer vergleichsweise begrenzten Zahl handgebauter Schauplätze. Für ihn führt das zu einer weiten Welt, die zwar groß wirkt, aber nicht automatisch die Vielfalt an Inhalten mitliefert.
Im Gespräch mit Steven Lake vom YouTube-Kanal The Examined Game bringt Purkeypile seine Idee auf den Punkt: Wenn er für Starfield verantwortlich gewesen wäre, hätte er es „überhaupt nicht so gemacht“. Stattdessen nennt er zwei Alternativen, die seiner Meinung nach besser gepasst hätten: eine kleinere Zahl an Planeten mit jeweils individuell gestalteten Bereichen oder eine konsequentere prozedurale Erzeugung, bei der fortlaufend neue Inhalte entstehen.
„Space quilts“: Vorgefertigte Bausteine statt echter Unterschiede
Besonders skeptisch äußert sich Purkeypile zur Nutzung vorgefertigter Anlagen. Zwar könne Starfield Landschaften und deren Umgebung prozedural generieren, viele Dungeons und andere Orte würden jedoch aus einem Bestand bereits gebauter Elemente stammen. Diese könnten dann an unterschiedlichen Stellen auftauchen – mit der Folge, dass Spieler bei der Erkundung auf identische Anlagen treffen.
Für dieses Prinzip verwendet er den Begriff „space quilts“. Damit beschreibt er Welten, die aus wiederverwendeten Komponenten zusammengesetzt werden. „Das ist nicht prozedural“, kritisiert Purkeypile. Bei tausenden Planeten müsse die Technik seiner Ansicht nach deutlich stärker darauf ausgelegt sein, wirklich unterschiedliche Inhalte hervorzubringen.
Keine Komplettabsage – aber auch kein Urteil mit Bestnote
Trotz der deutlichen Kritik fällt sein Gesamturteil über Starfield differenziert aus. „Ich denke nicht, dass das Spiel schlecht ist, aber ich denke auch nicht, dass es großartig ist“, sagt Purkeypile. Seiner Argumentation nach richtet sich die Kritik vor allem gegen die grundlegende Designentscheidung, wie die Spielwelt aufgebaut ist.


