Battlefield 6 Cracking Down: Higher Match Infection Rate and Mandatory TPM 2.0
EA will bei Battlefield 6 kurzfristig die Anti-Cheat-Lage mit zwei parallelen Schritten spürbar verschärfen: Die Match Infection Rate (MIR) steigt in den letzten Monaten deutlich an, und zugleich soll eine bisher nur angekündigte TPM-2.0-Prüfung in den kommenden Wochen verbindlich durchgesetzt werden. Ziel ist es, Umgehungsversuche von Cheat-Entwicklern frühzeitig zu erkennen und zu stoppen.
Key takeaways
- Die von EA berechnete Match Infection Rate (MIR) stieg von 2,39% im April auf 6,59% zum Monatsende im Juni.
- EA nennt als Modell etwa sechs bis sieben betroffene Partien pro 100 Matches.
- TPM 2.0 soll innerhalb der kommenden Wochen verpflichtend geprüft werden; vollständige Durchsetzung ist in einem Update geplant.
- EA will nach der vollständigen Prüfung die Wirkung auf die MIR verbessern und danach weitere Erkennungsmaßnahmen aktivieren.
- Im Juni meldet Javelin Anti-Cheat 226.592 abgewehrte Versuche, Manipulationen oder Betrug vor dem Match zu verhindern.
- Für PC-Spieler wird TPM 2.0 zur konkreten Voraussetzung; zudem sind Secure Boot und eine passende UEFI-Konfiguration für Battlefield 6 erforderlich.
MIR wächst: EA sieht mehr kompromittierte Matches
Die MIR steht für den Anteil der Partien, bei denen EA mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens einen Cheater im Spielgeschehen erkennt. Sie ist nicht identisch mit der Zahl der Spieler, die tatsächlich betrügen.
Im April lag die stabilisierte MIR bei 2,39%. Für Mai meldete EA 4,81%. Im Juni startete der Wert bei 5,52%, stieg bis zum 11. Juni auf 6,37% und erreichte zum Monatsende 6,59%. Damit geht EA von rund sechs bis sieben betroffenen Partien pro 100 Spielen aus.
TPM-2.0 wird nachgebessert und schrittweise strenger
Parallel kündigt EA eine Verschärfung bei der TPM-2.0-Vorgabe an. Hinweise darauf seien bereits aktiv, die vollständige Durchsetzung soll im Rahmen eines kommenden Updates erfolgen. Als Grund nennt EA Umgehungstechniken, mit denen Cheat-Entwickler offenbar eine TPM-2.0-Konformität vortäuschen oder emulieren.
EA hatte Ausnahmen zunächst zugelassen, weil es bei bestimmten Mainboards Probleme bei der Umsetzung der nötigen Funktionen gab. Diese bekannten Kompatibilitätsprobleme seien inzwischen behoben.
Für die vollständige Prüfung erwartet EA eine positive Auswirkung auf die MIR. Die Maßnahme soll laut Publisher etwa 1,24% der derzeit aktiven Konten betreffen. EA beschreibt dabei, dass die Mehrheit dieser Fälle die Umgehung gezielt nutzt, um Anti-Cheat-Prüfungen auszuschalten.
Welche Voraussetzungen gelten auf dem PC
Javelin Anti-Cheat meldet für den Juni 226.592 abgewehrte Eingriffe, die das Spiel vor einer Manipulation oder dem Betrugsversuch schützen sollten, bevor sie sich auf Partien auswirken konnten. Für PC-Spieler wird TPM 2.0 damit zu einer konkreten Voraussetzung.
EA nennt außerdem, wie TPM je nach Plattform bereitgestellt werden kann: Auf Intel-Systemen kann die Funktion als PTT auftauchen, auf AMD-Systemen als fTPM im UEFI. Der Status lässt sich unter Windows über „tpm.msc“ prüfen.
Für Battlefield 6 fordert EA darüber hinaus Secure Boot sowie eine passende UEFI-Konfiguration. Durch die Kombination dieser Anforderungen soll die Hürde für Cheat-Umgehungen weiter steigen, während EA im Anschluss weitere Erkennungsmaßnahmen aktivieren will.


