Ryan Laley Says Laptops Were Stolen at Gamescom 2026, CD Projekt RED Steps In
Gamescom 2026 endete dieses Jahr in Köln für viele Fans wie gewohnt mit jeder Menge Spielankündigungen und Community-Feeling – doch im Schatten der Weltpremieren häuften sich Berichte über Diebstähle, die vor allem Indie-Studios getroffen haben. Besonders laut wurde der Fall des britischen Entwicklers Ryan Laley, der nach dem Event öffentlich machte, dass ihm in der Business Area offenbar mehrere hochwertige Gaming-Laptops gestohlen wurden.
Key takeaways
- Der britische Indie-Entwickler Ryan Laley berichtete, dass über Nacht mitgebrachte Hardware auf der Gamescom 2026 gestohlen wurde.
- Nach den Angaben handelte es sich dabei offenbar vor allem um mehrere Gaming-Laptops von Alienware und Razer im Wert von mehreren tausend Euro.
- Auch andere Indie-Studios sollen in der Business Area der Messe bestohlen worden sein.
- Laley sagte, er habe mit Verantwortlichen der Gamescom und der örtlichen Polizei gesprochen, rechne aber nicht damit, dass die Geräte wieder auftauchen.
- Sein Video auf X erreichte inzwischen mehr als 4,5 Millionen Views; viele Fans boten Unterstützung an, wobei Laley vor allem auf Hilfe für sein Spiel „Mimic“ setzt.
- Die Messe bestätigte die Vorfälle öffentlich, verwies jedoch auf Teilnahmebedingungen, Sicherheitsmaßnahmen sowie kostenpflichtige Zusatz-Security für Entwickler.
Mehrere Indie-Studios betroffen – Diebstähle in der Business Area
Die Gamescom stellt für Veranstalter und Teilnehmende jedes Jahr eine große logistische Herausforderung dar. Für unabhängige Studios ist das Event trotz hoher Chancen auf Sichtbarkeit oft auch mit spürbarem finanziellen Risiko verbunden: Reise, Übernachtungen, Tickets und Standkosten summieren sich schnell.
Gerade für diese Konstellation ist der Schaden besonders bitter, den mehrere Indie-Teams offenbar in diesem Jahr erlebt haben. Laut den Berichten traf es mehrere Entwickler, und die Diebstähle wurden offenbar alle in der Business Area der Messe festgestellt.
Laleys Post triggert riesige Welle an Community-Hilfe
Am vergangenen Freitag veröffentlichte Ryan Laley ein Video auf X, in dem er schilderte, dass die von ihm mitgebrachte Hardware während der Nacht gestohlen worden sei. Im Fokus standen dabei offenbar mehrere Gaming-Laptops – namentlich von Alienware und Razer – mit einem Gesamtwert von mehreren tausend Euro.
Laley erklärte zudem, dass er weinend und sichtlich belastet mit Verantwortlichen der Gamescom sowie mit der örtlichen Polizei gesprochen habe. Konkrete Hinweise, dass die Geräte wieder auftauchen, erwartet er laut seinem Statement aktuell nicht.
Die Veröffentlichung zog schnell eine große Reichweite an: Inzwischen liegt das Video bei mehr als 4,5 Millionen Views. Unter den Kommentaren fanden sich viele Fans, die Trost spendeten und als mögliche Hilfe unter anderem Crowdfunding anboten. Laley machte jedoch klar, dass für ihn die größte Unterstützung eine Finanzierung bzw. Förderung seines Spiels „Mimic“ wäre.
Rückmeldungen aus der Szene – Messe verweist auf Regeln und Zusatz-Security
Neben der Community meldete sich auch CD Projekt Red über den X-Account zu „Cyberpunk 2077“ zu Wort. In der Nachricht heißt es sinngemäß, dass man Laley das Geschehene sehr leid tue und er nicht allein sei. Außerdem kündigte der Account an, man werde die „Arasaka Hardware Archive“ prüfen und schauen, ob man ihm ein paar Sachen schicken könne, damit niemand „bei Null anfangen“ müsse.
Die Messe selbst äußerte sich vergleichsweise nüchtern. In einem Statement bestätigte der Veranstalter die Vorfälle, verwies danach aber auf allgemeine Teilnahmebedingungen, vorhandene Sicherheitsmaßnahmen sowie auf die Möglichkeit, für Entwickler kostenpflichtige zusätzliche Security zu buchen. Dieses Vorgehen wurde von vielen Nutzerinnen und Nutzern teils deutlich kritisiert, darunter auch bekannte Stimmen wie der Journalist Tom Henderson, der die Verantwortung beim Veranstalter sah.
Gleichzeitig hat die Koelnmesse nach Laleys Angaben direkten Kontakt zu ihm aufgenommen. Konkrete Ergebnisse oder konkrete Lösungen aus den Gesprächen teilte er bisher allerdings noch nicht mit. Für die nächsten Tage plant er ein weiteres Video, in dem er ein Update geben will.
Warum das Thema für Indie-Studios besonders kritisch ist
Auch wenn die Unterstützung durch die Community den Betroffenen sichtbar hilft, bleibt das Grundproblem bestehen: Die Berichte deuten auf ein Sicherheitsdefizit hin, das gerade für kleine Teams mit empfindlicher, teurer Vor-Ort-Hardware existenziell ist. Für die kommende Gamescom wäre aus Sicht vieler Betroffener deshalb ein klarer Kurswechsel nötig – mit einem verbesserten Sicherheitskonzept, das Indie-Entwicklerinnen und -Entwicklern das sichere Präsentieren ihrer Spiele ermöglicht.


