DLSS 5 Neural Rendering Pushes GeForce RTX 5090 Up to 802W in Tests

Frühe Tests zu DLSS 5 mit Neural Rendering zeigen, wie stark das Feature die Leistungsaufnahme einer GeForce RTX 5090 treiben kann: Eine MSI GeForce RTX 5090 Lightning Z wird dabei bis zu 802 Watt gemessen, während die GeForce RTX 5090 Founders Edition bei 575 Watt am werkseitigen Limit anstößt. Gleichzeitig berichten die Tests von teils massiven Bildraten-Einbußen in mehreren aktuellen Spielen.

DLSS 5 belastet die RTX 5090 spürbar: bis zu 802 Watt

In einem Leak-Setup wurde eine DLSS-5-Bibliothek per OptiScaler in drei Spiele injiziert, um Frameraten sowie Stromverbrauch einer MSI GeForce RTX 5090 Lightning Z und einer GeForce RTX 5090 Founders Edition direkt gegenüberzustellen. In den Messungen erreicht die Founders Edition in allen drei Titeln ihr Power-Limit von 575 Watt, während die Lightning Z deutlich mehr Bilder pro Sekunde liefert und dabei jeweils mehrere Hundert Watt zusätzlich aufnimmt.

  • Lightning Z: bis zu 802 Watt unter Control mit maximalen Einstellungen
  • Founders Edition: 575 Watt als durch vBIOS festgelegtes Power-Limit
  • Einordnung über Lastverhältnis: Bildratenverlust vs. Leistungsaufnahme

Je nach Spiel: 40–50 Prozent weniger FPS bei deutlich höherer Last

Die Tests stellen besonders das Verhältnis aus Bildraten-Einbruch und Stromverbrauch in den Vordergrund. Taktraten und Temperaturen spielen dabei nur eine Nebenrolle. In Cyberpunk 2077 etwa verliert die Founders Edition mit aktiviertem Neural Rendering mehr als 40 Prozent Bildrate – selbst bei bereits aktivem DLSS Performance. Die Messung lief bei 4K-Ausgabe (1.920 × 1.080 interne Renderauflösung) mit maximalen Raster- und Raytracing-Einstellungen, aktivem Pathtracing sowie Ray Reconstruction, ohne Multi Frame Generation.

Die Lightning Z verliert in diesem Setup 39 Prozent, bleibt aber im Schnitt bei rund 60 FPS und erzielt dabei auch bessere Perzentil-FPS. Der entscheidende Unterschied wird dabei auf die höhere verfügbare Stromleistung zurückgeführt: Die MSI-Karte steigt laut Bericht von 580 auf 723 Watt, während die Founders Edition von 482 auf 551 Watt geht und damit nahezu am Limit arbeitet.

Die Messwerte werden zusätzlich mit einem Nvidia-Angaben-Abgleich untermauert: In der technischen Dokumentation beziffert Nvidia die Laufzeit des Modells mit 8 Millisekunden je 4K-Bild, und genau dieser Messwert soll in den OptiScaler-Erhebungen sichtbar gewesen sein. Für die offizielle Streamline-Integration geht der Bericht davon aus, dass sie möglicherweise etwas effizienter arbeiten könnte, aber kein grundsätzlich anderes Bild erwarten lässt.

Hogwarts Legacy: KI-Rendering treibt den Verbrauch um 240 Watt

In Hogwarts Legacy steigt die Leistungsaufnahme der Lightning Z mit aktivem DLSS 5 von 480 auf 720 Watt – ein Plus von 50 Prozent. Der Titel nutzt kein Pathtracing; die Raytracing-Effekte reichen aber aus, um den größten Bildratenverlust in der getesteten Gruppe zu verursachen. Die Founders Edition verliert 49 Prozent Bildrate, die Lightning Z 42 Prozent.

Beide Karten verwenden den gleichen GB202-Grafikprozessor mit 21.760 FP32-ALUs. Der gemeldete Abstand von sieben Prozentpunkten soll damit vor allem über das höhere Power-Limit und die dadurch möglichen höheren Taktfrequenzen erklärt werden.

Control: Lightning Z erreicht 802 Watt bei maximalen Einstellungen

Control treibt die MSI GeForce RTX 5090 Lightning Z auf 802 Watt, nachdem sie ohne Neural Rendering bereits 691 Watt gezogen hat. Der Raytracing-Titel von 2019 gilt mit maximalen Einstellungen weiterhin als eines der härtesten Lastszenarien für aktuelle Hardware.

In dieser Konfiguration verlieren beide Karten 42 Prozent Bildrate. Trotzdem bleibt die Lightning Z laut Bericht rund 20 Prozent schneller im Schnitt und deutlich stabiler bei den Perzentil-FPS, während die Founders Edition erneut in ihr Power-Limit läuft und dadurch die Taktfrequenz entsprechend senkt.

Warum der 12V-2×6-Anschluss nicht der Engpass sein muss

Beim Blick auf die Stromversorgung heißt es: Das 575-Watt-Limit der Founders Edition sei im vBIOS festgeschrieben. Der Anschluss selbst könne nach Spezifikation im Sekundenmittel 600 Watt liefern, sofern die „SENSE0“ und „SENSE1“ entsprechend geerdet sind. Die Lightning Z umgehe das Limit dem Bericht zufolge über gleich zwei Anschlüsse sowie über ein Extreme-BIOS mit 1.000 Watt TBP.

Die Messungen würden damit zwar zeigen, dass DLSS 5 das vorhandene Power-Budget vollständig ausnutzt, aber nicht belegen, dass ein einzelner Stecker die Technik grundsätzlich limitiert. Nvidia gibt Neural Rendering offiziell ausschließlich für die GeForce RTX 5000 („Blackwell“) frei; gleichzeitig wird berichtet, dass Community-Ports DLSS 5 bereits auf ältere GeForce-GPUs gebracht hätten.

DLSS 5 in Deutschland: Start am 4. September um 6 Uhr

Der Rollout in Deutschland ist für Freitag, den 4. September 2026, um 6 Uhr morgens angesetzt. Nvidia nennt als Referenz den 3. September um 21:00 Uhr Pacific Time, was am Folgetag 6 Uhr MESZ entspricht.

Als erster bestätigter Titel wird NBA 2K27 von Visual Concepts genannt. Die Freigabe gilt für sämtliche Desktop- und Notebook-Varianten der GeForce RTX 5000 sowie für GeForce Now. Ob die offizielle Implementierung sparsamer arbeitet als die bisherige Community-Version, soll sich in den ersten Stunden nach dem Launch zeigen.

Was Spieler jetzt abwägen sollten

  • Je nach Spiel kann DLSS 5 auf einer RTX 5090 rund 40 bis 50 Prozent Bildrate kosten und zugleich die Leistungsaufnahme deutlich erhöhen.
  • Für RTX-5000-Nutzer wird das Power-Limit damit noch relevanter: Höhere Limits können mehr Leistung bringen, aber auch mehrere Hundert Watt Zusatzlast bedeuten.
  • Für Kauf- und Netzteilentscheidungen werden Messungen der offiziellen DLSS-5-Integration besonders wichtig, weil die bisherigen Werte auf per OptiScaler injizierten Tests basieren.

Was als Nächstes wichtig wird

Entscheidend ist nun, wie stark der reale Verbrauch und der Bildratenverlust in der offiziellen DLSS-5-Integration ausfallen – vor allem im Vergleich zu den OptiScaler-Resultaten. Sobald die ersten Tests zum Launch vorliegen, wird sich zeigen, ob Nvidia mit der Streamline-Integration einen Effizienzvorteil schafft oder ob die DLSS-5-Neural-Rendering-Last das Leistungs- und Strombudget von High-End-RTX 5090-Setups ähnlich deutlich dominiert.

Marcus Chen is a gaming journalist and industry reporter with more than 10 years of experience. He covers releases, announcements, and trends across PC, PlayStation, Xbox, and Nintendo, and keeps a close eye on the indie scene and esports. Previously an editor at several gaming publications, he now writes news, reviews, and breakdowns of major industry moments—from big showcases to updates on popular titles. His work is aimed at players who want a clear, fast read on what happened and why it matters.