HP Explains Why It Limits GPU Choices in Slim Gaming Laptops at Gamescom
HP hat auf der Gamescom erklärt, warum es bei dünnen Gaming-Laptops früher eine Obergrenze für die Grafikkarte setzt – und damit bewusst weniger “große” GPU-Namen im Datenblatt akzeptiert. Während Razer und Asus ihre sehr flachen 16‑Zoll-Modelle bereits mit einer GeForce RTX 5090 ausstatten, bleibt HP bei schlankeren Geräten zunächst bei kleineren Optionen und reserviert die High-End-Modelle für die größeren Serien.
HPs Kernargument: Kühlung und Leistungsbudget müssen zusammenpassen
Im Gespräch mit Blick auf das eigene Portfolio stellte HP klar, dass eine leistungsstarke GPU in einem Notebook nur dann sinnvoll ist, wenn auch das verfügbare Verhältnis aus Energieaufnahme und Kühlaufwand stimmt. Die Firma positioniert diese Abwägung als bewusste Produktentscheidung – insbesondere bei sehr kompakten Gaming-Notebooks.
Als Ausgangspunkt diente HP das Omen 14 (kompaktes Modell). Dafür nennt der Hersteller ein Leistungsbudget von etwa 100 Watt für CPU und GPU, wobei rund 80 Watt für die GeForce RTX 5070 vorgesehen seien. Das Gerät ist etwa 17 Millimeter dick und wiegt rund 1,63 Kilogramm. Für die Stromversorgung verwendet HP dabei ein 140‑Watt-Netzteil über USB‑C. Laut HP gibt es das 14‑Zoll-Modell maximal mit einer GeForce RTX 5070.
- Omen 14: ca. 100 Watt Gesamtbudget für CPU+GPU, davon etwa 80 Watt für RTX 5070
- Gerätemaße: ca. 17 mm Dicke, ca. 1,63 kg Gewicht
- Netzteil: 140 Watt über USB‑C
- Maximale GPU im Omen 14: GeForce RTX 5070
Warum HP nicht einfach “mehr” GPU-Leistung einplant
HP räumt ein, dass eine RTX 5070 mit höherem Power-Limit schneller arbeiten könnte. Gleichzeitig sieht der Hersteller aber Grenzen im Zusammenspiel aus zusätzlicher Leistung, Energiebedarf und Kühlaufwand. Die Kernaussage: Eine besonders große GPU will HP nicht allein deshalb einbauen, “weil man es kann”.
Mit größeren 15‑ und 16‑Zoll-Modellen steigt laut HP auch das mögliche Leistungsbudget. Die stärksten Komponenten seien dabei jedoch der Max‑Serie vorbehalten.
Razer und Asus setzen in dünnen Geräten auf RTX 5090
Als Gegenpol nennt HP keinen konkreten Wettbewerber, beschreibt aber klar den Markttrend: Razer und Asus gehen bei dünneren 16‑Zoll-Laptops deutlich weiter und statten selbst sehr flache Geräte mit einer GeForce RTX 5090 aus.
Razer Blade 16 (Modelljahr 2026)
Razer kombiniert beim Blade 16 (Modelljahr 2026) ein Gehäuse, das laut Hersteller nur 14,9 Millimeter stark ist, mit einer GeForce RTX 5090 Laptop-GPU. Diese soll mit bis zu 165 Watt TGP betrieben werden. Razer nennt die Kombination aus möglichst geringer Bauhöhe und High-End-GPU ausdrücklich als Teil des Blade‑16‑Konzepts.
Asus ROG Zephyrus G16
Auch Asus verfolgt einen ähnlichen Ansatz: Das ROG Zephyrus G16 liegt ebenfalls bei rund 14,9 Millimetern und lässt sich mit einer GeForce RTX 5090 konfigurieren. Im Turbo-Modus nennt Asus 135 Watt für die GPU; im manuellen Modus sind einschließlich Dynamic Boost bis zu 160 Watt möglich.
- Razer Blade 16 (2026): 14,9 mm; RTX 5090 bis 165 Watt TGP
- Asus ROG Zephyrus G16: ca. 14,9 mm; RTX 5090 bis 135 Watt (Turbo) bzw. bis 160 Watt (manuell inkl. Dynamic Boost)
- Strategieunterschied: Razer/Asus versuchen hohe RTX‑5090‑Leistungsbudgets in sehr flache Geräte zu bringen
- HP: früherer Cut bei schlanken Modellen; RTX 5090 eher in deutlich größeren Varianten, etwa der Omen Max 16
Wichtig für Käufer: Gleicher GPU-Name bedeutet nicht gleiche Geschwindigkeit
HP betont, dass der reine Name einer mobilen GeForce-GPU wenig über die tatsächliche Leistung aussagt. Unterschiedliche Power‑Limits können dazu führen, dass zwei Notebooks mit nominell derselben Grafikkarte spürbar verschieden schnell arbeiten.
Gleichzeitig stellt HP klar: Das Unternehmen ist nicht grundsätzlich gegen eine RTX 5090 im Notebook. Im eigenen Omen Max 16 wird die GPU ebenfalls angeboten – allerdings in einem deutlich dickeren Gerät, das auf eine wesentlich höhere Leistungsaufnahme ausgelegt ist.
Aus Sicht von HP dürfte die Aussage auf der Gamescom vor allem als Abgrenzung gegenüber einer verbreiteten Premium‑Strategie zu verstehen gewesen sein: möglichst viel GPU-Power in besonders flache Chassis zu pressen. HP setzt bei schlankeren Modellen früher an und akzeptiert dafür eine kleinere GPU-Klasse im Datenblatt.


