Sennheiser and Mercedes-AMG Unveil HD 620S HiFi Gaming Headset at Gamescom

Mercedes-Benz und Sennheiser gehen eine mehrjährige Partnerschaft ein – und die erste konkrete Umsetzung richtet sich an audiophile Gamer und Streamer. Auf der Gamescom wurde ein HiFi-Headset vorgestellt, das den klassischen 3,5-mm-Klinkenweg beibehält, aber mit Mercedes-AMG-Branding, einem separaten Boom-Mikrofon und einer geschlossenen Bauform vor allem eine Sache verspricht: möglichst sauberen Klang plus ordentliche Abschirmung im Alltag.

Was kommt auf den Markt: HD 620S Mercedes-AMG-Edition mit HD 500 BAM

Als erste Frucht der Kooperation kündigten die deutschen Marken den Sennheiser HD 620S Mercedes-AMG-Edition an. Das Paket enthält neben dem geschlossenen HiFi-Kopfhörer auch das Mikrofon HD 500 BAM (Boom Arm Microphone), ebenfalls aus dem Sennheiser-Portfolio. Das Bundle ist für den Start ab November geplant und wird mit einem Preis von 399 Euro angegeben.

Wichtig für Spieler: Technisch bleibt es ein analoges Setup. Sowohl der Kopfhörer als auch das Ansteckmikrofon nutzen Klinkenverbindungen, und das Mikrofon wird über einen Klinkenanschluss in die Aufnahme am Kopfhörer eingesteckt. Damit setzt das Paket nicht auf typische Gaming-Headset-Features wie Software-Surround oder integrierte Digitalfunktionen.

Preise und Positionierung: rund 70 Euro Aufpreis – ohne DAC, Surround oder EQ

Nicht nur das Bundle ist interessant, sondern auch der Preisbaukasten. Der Sennheiser HD 620S ist einzeln für 279,90 Euro (UVP) erhältlich, während das HD 500 BAM als Einzelkomponente 49,90 Euro (UVP) kostet. Das bedeutet: Wer beide Teile ohne Markenveredelung kauft, liegt rechnerisch deutlich unter der Bundle-UVP – die Mercedes-AMG-Variante wird laut Angaben als Paket mit Aufpreis für das Branding positioniert.

Die Mercedes-Ausführung wird als „speziell für ambitionierte Gamer und Streamer entwickelt“ beschrieben. Gleichzeitig wird betont, dass Käufer für das AMG-Label zahlen, ohne zusätzliche digitale Zusatzfunktionen zu bekommen. Konkret werden keine integrierten Erweiterungen wie DAC, Surround-Sound oder automatische EQ-/Audio-Processing-Funktionen versprochen; entsprechende Effekte müssten über zusätzliche Hardware oder Software gelöst werden.

  • Bundlepreis: 399 Euro (ab November).
  • Einzelpreise: 279,90 Euro für HD 620S und 49,90 Euro für HD 500 BAM (UVP).
  • Aufpreis für Mercedes-AMG-Branding: laut Einordnung etwa 70 Euro gegenüber dem standardnahen Bundle-Ansatz.
  • Keine integrierten Digitalfunktionen wie DAC oder Surround; solche Features wären Zusatz-Equipment-Thema.

Warum die Audiotechnik für Games relevant ist: geschlossen, stark gedämmt, mit „virtueller“ Bühne

Der HD 620S Mercedes-AMG-Edition setzt auf ein geschlossenes Design. Für Spieler ist das vor allem dann spannend, wenn die Umgebung Geräusche einträgt oder wenn man im Voice-Chat nicht ständig akustisch „durchdringen“ will: Mit den dicken Kunstlederpolstern zielt das Setup auf hohe passive Geräuschdämmung ab.

Geschlossene Kopfhörer sind allerdings oft der Grund, warum „Bühne“ und räumliche Wahrnehmung manchmal hinter offenen Modellen zurückbleiben. Sennheiser begegnet dem laut Beschreibung mit klassischen psychoakustischen Ansätzen: Die zwei Treiber mit jeweils 38 mm Durchmesser sind schräg verbaut. Zusätzlich soll die Formgebung am Außenohr genutzt werden, um bestimmte Frequenzen gezielt zu verzögern und durch Reflexion einen räumlichen Eindruck zu erzeugen.

Ein weiterer Punkt: Obwohl geschlossene Hörer selten die „dynamische Luftigkeit“ offener Varianten erreichen, soll der HD 620S in der Praxis dennoch gut bei Räumlichkeit und Ortung funktionieren. In Test- und Nutzerberichten wird genau das auch für dieses Modell erwartet – inklusive einer für Gaming als besonders angenehm beschriebenen Abstimmung.

Ein High-End-Ansatz ohne Gaming-Extras: Zielgruppe und erwartbare Kompromisse

Mit knapp 400 Euro bewegt sich das Bundle klar im Premiumsegment. Für viele Spieler ist das preislich eine Schwelle, weil klassische Gaming-Headsets in derselben Region häufig mit digitalen Features werben. Hier setzt Sennheiser jedoch auf die Gegenposition: lieber ein geschlossenes HiFi-Headset mit guter Dämmung und einer räumlich orientierten Klangkonstruktion, dafür ohne integriertes Surround, DAC oder „Out-of-the-box“-EQ-Profile.

Das dürfte besonders diejenigen ansprechen, die ohnehin bereits mit separater Audio-Hardware arbeiten oder die digitalen Verarbeitungsschritte bewusst kontrollieren wollen. Gleichzeitig ist der analoge Charakter des Setups der zentrale Kompromiss: Wer maximale „Headset-Magie“ über das reine Gerät erwartet, muss bei diesem Modell eher in Richtung Zusatzsoftware oder externer Verarbeitung denken.

Marcus Chen is a gaming journalist and industry reporter with more than 10 years of experience. He covers releases, announcements, and trends across PC, PlayStation, Xbox, and Nintendo, and keeps a close eye on the indie scene and esports. Previously an editor at several gaming publications, he now writes news, reviews, and breakdowns of major industry moments—from big showcases to updates on popular titles. His work is aimed at players who want a clear, fast read on what happened and why it matters.