Xbox Restructuring: Microsoft Targets Recovery by Mid-2027 as Problems Persist

Microsoft will sein angeschlagenes Games-Geschäft mit Portfolio-Rationalisierung und strikter Kostendisziplin wieder auf Kurs bringen – doch die aktuellen Unternehmenszahlen zeigen, dass die Probleme bei Konsolen und Software weiter anhalten. Während die Cloud-Sparte klar als Stabilitätsanker wirkt, bleibt Xbox weiterhin der größte Belastungsfaktor.

Azure wächst, Games bleiben der Schwachpunkt

Für das Geschäftsjahr 2026, das im Juni endete, hat der US-Konzern am Donnerstag die Ergebnisse veröffentlicht. Der Umsatz- und Gewinn-Treiber ist weiterhin Azure: 100 Milliarden US-Dollar entsprechen rund einem guten Drittel des Gesamtjahresumsatzes von 331 Milliarden US-Dollar. Parallel plant Microsoft, um die hohe Nachfrage nach KI-Anwendungen zu bedienen, den Bau weiterer Dutzende Datencenter.

Im Gegensatz dazu zeigt sich das Games-Segment in mehreren Kennzahlen rückläufig. Die Quartalsdaten liefen über vier aufeinanderfolgende Zeiträume schwächer, wobei das letzte Quartal erneut 10 Prozent unter dem Vorjahr lag. Auch der Umsatz mit Xbox-Hardware sank deutlich: Er fiel um 13 Prozent auf 234 Millionen US-Dollar.

„Notwendige Entscheidungen“: Stellenabbau, Projektstopps und Umstrukturierungen

Xbox-CEO Asha Sharma ordnete die Lage in einem Post auf X ein. Microsofts Führung betonte nach den Ergebnissen, man treffe „notwendige Entscheidungen“ in Bezug auf Portfolio, Plattform und den laufenden Betrieb, um langfristig wieder zu profitieren. Gleichzeitig verwies Satya Nadella darauf, dass das Unternehmen über die stärksten Marken der Branche und über talentierte Studios weltweit verfüge – diese Ressourcen sollen den Turnaround in den kommenden Monaten tragen.

Die Maßnahmen, die bereits umgesetzt wurden, umfassen laut den vorliegenden Informationen den Abbau von 1.600 Jobs sowie Projektstopps. Zudem kam es zu Studio-Schließungen und Ausgliederungen. Der Prozess ist demnach noch nicht abgeschlossen: Mittelfristig sollen weitere Tausende Stellen wegfallen. Auch das Abo-Modell Xbox Game Pass steht vor einer grundlegenden Neuausrichtung.

Umsatzrückgang im Games-Bereich, Druck auf Hardware bleibt

Für das gesamte Jahr weist Microsoft einen Rückgang im Games-Umsatz aus: minus 1,7 Milliarden US-Dollar, entsprechend etwa 7 Prozent. Im Software-Bereich beträgt der Minuswert 5 Prozent – wobei dieser Rückgang teilweise durch starke Software-Releases im Vorjahreszeitraum erklärt werden könne, darunter „Indiana Jones und der Große Kreis“ sowie „Call of Duty: Black Ops 6“.

Deutlich dramatischer ist die Situation bei Hardware und Zubehör: Hier brachen die Erlöse um 29 Prozent ein. Microsoft rechnet kurzfristig nicht mit einer schnellen Trendwende, auch nicht trotz des geplanten „GTA 6“-Releases. Der Konzern erwartet weitere Rückgänge, während sich der Konsolenmarkt weiterhin schwer tut.

Preissteigerung ab 1. August: Xbox-Konsolen werden teurer

Ein weiterer Kostentreiber verschärft den Druck: Microsoft zahlt demnach bei jedem verkauften Gerät aufgrund stark gestiegener Komponenten- und Chip-Kosten drauf. Um dem entgegenzuwirken, erhöht der Konzern die Listenpreise zum 1. August pauschal um 100 US-Dollar.

Falls die Preisgestaltung für den Euro-Raum in ähnlicher Weise angepasst wird, läge die unverbindliche Preisempfehlung für die Xbox Series X in Deutschland bei 699,99 Euro. Das wäre ein Sprung von 200 Euro gegenüber dem Preis bei Markteinführung im November 2020.

Gamescom 2026: Xbox zeigt mehrere Titel in Halle 7

Microsoft Xbox ist als Aussteller bei der Gamescom 2026 vom 26. bis 30. August vertreten. In Halle 7 stellt der Konzern unter anderem „Call of Duty: Modern Warfare 4“, „Minecraft Dungeons 2“ und „Gears of War: E-Day“ aus.

Marcus Chen is a gaming journalist and industry reporter with more than 10 years of experience. He covers releases, announcements, and trends across PC, PlayStation, Xbox, and Nintendo, and keeps a close eye on the indie scene and esports. Previously an editor at several gaming publications, he now writes news, reviews, and breakdowns of major industry moments—from big showcases to updates on popular titles. His work is aimed at players who want a clear, fast read on what happened and why it matters.