Windows 11 Weather App Reportedly Uses Over 1.2GB RAM at Idle

Windows 11 bringt eine vorinstallierte Wetter-App mit, die im Leerlauf überraschend viel Arbeitsspeicher ziehen kann. Messungen vom 9. August 2026 kommen dabei auf Werte von über 1,2 GiB RAM, ohne dass Nutzer vorher klicken oder scrollen müssen – ein Problem vor allem auf Systemen mit nur 8 GiB Speicher.

Wie viel RAM die Windows-11-Wetter-App im Leerlauf braucht

Beobachtet wurde die vorinstallierte MSN-Wetter-App im Windows-Task-Manager. Bereits ohne Interaktion lag der Speicherverbrauch im Leerlauf bei mehr als 1,2 GiB, verteilt auf neun Chromium-Prozesse. Laut den Berichten betrifft das jedes Windows-11-System im Auslieferungszustand, weil die App zum Standardumfang gehört.

  • Gemessener Leerlauf-Verbrauch: über 1,2 GiB RAM
  • Aufteilung: neun Prozesse mit Chromium-bezogenen Bezeichnungen
  • Interaktion: keine Klicks oder Scrollvorgänge erforderlich

Was das auf einem 8-GB-PC bedeutet

Auf einem Rechner mit 8 GiB RAM entspricht das ungefähr rund 15 Prozent des gesamten Arbeitsspeichers. Genau hier wird es spürbar: Windows nutzt zwar freien RAM als Cache und kann Speicher bei Bedarf wieder freigeben, aber die Grundlast bleibt – und nimmt damit den Spielraum für Browser, Spiele und andere Programme.

Als Orientierung wird außerdem genannt, dass ein 32-GB-DDR5-6000-CL30-Speicherkit im Einzelhandel am 9. August 2026 zwischen 380 und 530 Euro kostete. Die reine RAM-Grundlast wird in den Berichten als Gegenwert von etwa 14 bis 20 Euro eingeordnet.

So entfernen Sie die Wetter-App, wenn Sie sie nicht brauchen

Wer Windows 11 mit knappem RAM (8 GiB) nutzt und die Wetterdaten nicht aktiv benötigt, kann die App entfernen. Die Berichte betonen dabei auch: Die gleichen Wetterdaten stellt MSN ebenfalls im Browser bereit.

  1. Öffnen Sie „Einstellungen“.
  2. Gehen Sie zu „Apps“.
  3. Wählen Sie „Installierte Apps“.
  4. Deinstallieren Sie die Windows-11-Wetter-App.

Warum das passiert: Die App ist ein Web-Container mit Chromium

Technisch wird die Windows-Wetter-App als Container für eine Webseite beschrieben. Im Task-Manager lässt sich die Prozessstruktur öffnen: Neben dem Hauptprozess erscheinen neun Unterprozesse mit Chromium-nahen Bezeichnungen. Grundlage ist Microsofts WebView2, das eine Chromium-Engine in die Anwendung einbettet und dafür eigene Prozesse für Rendering und Datenspeicherung startet.

Dass Werbung in der Vorhersagetafel auftaucht, wird ebenfalls mit dem Web-Charakter erklärt. Beispielhaft wird im Vorhersageraster eine Anzeige für Adobe Acrobat genannt, die optisch wie die Nachbarkacheln für Temperatur und Wind in das Layout eingebettet ist.

Warum andere Wetter-Apps weniger Speicher nutzen sollen

Die Berichte stellen dem Windows-Container-Modell eine Konkurrenzlösung gegenüber, die mit „einem einzigen nativen Prozess“ viele Funktionen abbilden soll. Genannt werden unter anderem Live-Radar sowie stündliche Wind- und Niederschlagswerte, Luftqualität, Mondphase und Unwetterwarnungen. Außerdem wird für WhatsApp ein ähnlicher Verlauf erwähnt: Dort wurde eine Vorgängerversion, die auf UWP basierte, bei Spitzenlast mit etwa 100 MiB beschrieben, bevor später auf einen speicherintensiven Web-Wrapper gewechselt wurde.

Kann man die 1,2-GB-Messung nachstellen? Nur teilweise

In einer Gegenprüfung konnte der gemeldete Wert von mehr als 1,2 GiB auf mehreren Testsystemen nicht reproduziert werden. Getestet wurde mit drei unterschiedlichen Setups: einem Desktop-PC (Ryzen 7 7800X3D, GeForce RTX 4070 Ti, 32 GiB DDR5-6000), einem Razer-Notebook (Core Ultra 386H, GeForce RTX 5090) sowie einem älteren Asus ROG Flow X13.

Die beobachteten Werte lagen über die Systeme hinweg in ähnlicher Größenordnung, blieben aber stets unter 1 GiB. Bei geöffneter Wetter-App bewegten sich die Werte häufig im Bereich von rund 700 bis 800 MiB, im Hintergrund teils noch etwa 450 MiB. Der höchste Einzelwert wurde mit etwa 956 MiB auf dem Razer-Notebook gemessen, allerdings nur kurzfristig beim Wechsel des in der App angezeigten Standorts; anschließend fiel der Verbrauch wieder.

  • Reproduzierbar war die gemeldete 1,2-GB-Größenordnung nicht
  • Typische Werte (geöffnet): häufig ca. 700–800 MiB
  • Typische Werte (hintergrund): teils ca. 450 MiB
  • Höchster Einzelwert: ~956 MiB, kurzfristig beim Standortwechsel

Vergleich mit macOS: „Fünfmal“ wirkt zu niedrig

Zur Einordnung wird auch eine Gegenüberstellung mit der Wetter-App unter macOS vorgenommen. Dort erscheint die App in der Aktivitätsanzeige als einzelner nativer Prozess mit 246,7 MB. Der Bericht nennt allerdings eine Messmethoden-Lücke: Der Windows-Task-Manager rechnet in Zweierpotenzen und beschriftet das Ergebnis dennoch als „MB“ und „GB“, während macOS in Zehnerpotenzen rechnet.

Auf eine gemeinsame Einheit gebracht ergeben sich mindestens 1.229 MiB unter Windows gegenüber 235 MiB unter macOS. Daraus folgt ein Abstand von mindestens Faktor 5,2 – also etwas mehr als die oft kolportierte „fünfmal“-Formel.

Wichtig: Ein allgemeiner Speichervergleich zwischen beiden Betriebssystemen lässt sich daraus nicht ableiten, weil die Funktionsumfänge der Apps nicht vollständig übereinstimmen.

Microsoft kündigt RAM-Optimierungen an – aber nicht für die Wetter-App

Microsoft hat am 31. Juli 2026 weitere Speicheroptimierungen für Windows 11 angekündigt und dabei ausdrücklich Systeme mit 8 GiB RAM und mehr genannt. Geplant sind demnach unter anderem ein effizienterer Speicher-Allocator, eine überarbeitete WinUI 3 sowie Optimierungen an Chromium und WebView2. Die Arbeiten sollen nach Angaben des Unternehmens bis mindestens Ende 2026 laufen, ein konkretes Einsparziel wurde nicht genannt.

Mehrere vorinstallierte „Inbox“-Apps wurden oder werden bereits modernisiert, darunter Rechner, Uhr, Media Player, Paint und Fotos. Die Wetter-App zählt bislang nicht zu dieser Liste. Da sie zudem unter der MSN-Marke läuft, bleibt offen, ob sie von einem Versprechen „vollständig nativer“ Windows-Apps aus dem März überhaupt erfasst wird.

Die Berichte argumentieren: Eine WinUI-3-Neuimplementierung könnte den Bedarf senken, ein Patch für die bestehende Web-Fassung jedoch nicht. Für Käufer heißt das damit auch: Die angekündigte Optimierung ersetzt derzeit keinen möglichen RAM-Ausbau. Solange es keinen Neubau gibt, bleibt die Wetter-App im Kern „ein Browser mit genau einem Tab“.

Quick-Check: Was Windows-11-Nutzer jetzt wissen sollten

  • Auf 8-GB-Systemen kann die Wetter-App im Leerlauf rund 15 Prozent des RAM belegen und damit den Platz für Browser, Spiele und weitere Programme verringern.
  • Wenn Sie die App nicht benötigen, können Sie sie über „Einstellungen“ und „Apps“ deinstallieren und die Wetterdaten stattdessen im Browser nutzen.
  • Microsoft plant zwar weitere Speicheroptimierungen für Windows 11, aber die Wetter-App steht in den angekündigten Überarbeitungen bislang nicht ausdrücklich auf der Liste.

Marcus Chen is a gaming journalist and industry reporter with more than 10 years of experience. He covers releases, announcements, and trends across PC, PlayStation, Xbox, and Nintendo, and keeps a close eye on the indie scene and esports. Previously an editor at several gaming publications, he now writes news, reviews, and breakdowns of major industry moments—from big showcases to updates on popular titles. His work is aimed at players who want a clear, fast read on what happened and why it matters.