Radeon RX 9070 XT Custom Cards Tested: Temps, Noise, and Tuning Potential
Ein frischer Blick auf Radeon RX 9070 und RX 9070 XT zeigt, wie stark sich Custom-Modelle im Alltag unterscheiden können – nicht nur bei Temperatur und Lautstärke, sondern auch hinsichtlich des Tuning-Potenzials. In einem erweiterten Test wurden acht Boardpartner-Karten unter Last vermessen und zusätzlich per lautheitsnormiertem Vergleich auf Kühlleistung bei gleicher wahrgenommener Lautstärke gegeneinander gesetzt.
Quick facts
At a glance
- Getestet wurden 5 Radeon RX 9070 XT Custom-Karten und 3 Non-XT-Modelle
- Für den Vergleich kam ein lautheitsnormierter Test hinzu: gleiche Lautstärke, bessere Einschätzung der Kühlkörper-Performance
- Im Raytracing-Szenario (Metro Exodus Enhanced Edition, Bereich „Wolga“, Kultisten-Kirche) liefen die Karten, bis sich Temperaturen stabilisierten
- Die Lautstärke wurde in 50 cm Abstand mit Cortex Analyzer NC10 gemessen
- Spulenfiepen wurde mit dem Witcher-3-Menü unter offener, vierstelliger Framerate gezielt provoziert
- Maximalwerte beim Spulenfiepen lagen bei allen Modellen außer einem bei höchstens 0,1 Sone
- Ein Ausreißer wurde mit 0,2 Sone beobachtet; keine Karte fiel „störend“ durch Spulenfiepen auf
- Die RX 9070 XT-Modelle konnten laut Testaufbau deutlich über 300 W aufnehmen
Im erweiterten Testlauf wurden nicht nur Standardmessungen zu Kühlleistung und Geräuschpegel durchgeführt. Der entscheidende Zusatz war ein lautheitsnormierter Vergleich, bei dem die Kühlkörper unter identischer Lautstärke gegenübergestellt werden. So lässt sich besser beurteilen, wie viel Spielraum die Custom-Modelle in Sachen Performance und Tuning tatsächlich haben.
So wurde gemessen
Alle Custom-GPUs durchliefen denselben Benchmark-Parcours, wobei die Grafikkarten unter Volllast gesetzt wurden, um die maximale Leistungsaufnahme zu erreichen. Als anspruchsvolles Test-Setup diente ein Raytracing-Showcase aus Metro Exodus Enhanced Edition: Im Abschnitt „Wolga“ befindet sich die Kultisten-Kirche, deren Innenraum durch aufwendige Strahlenberechnung die Hardware deutlich fordert.
Die Testkarten durften dort so lange arbeiten, bis sich die Temperaturen eingependelt hatten und keine weiteren Änderungen mehr zu erwarten waren. Das passierte im Testraum mit rund 21 °C nach etwa einer halben Stunde. Anschließend wurde die Lautstärke in 50 Zentimetern Entfernung zur Lüftermitte des mittleren Gebläses erfasst; parallel dazu zeichnete HWInfo Temperaturen verschiedener Bauteile, Drehzahlen und Energieaufnahme auf.
Spulenfiepen: AMD-Karten im Fokus
Beim Störgeräusch legten die Tester einen Schwerpunkt auf Spulenfiepen. Als Kontext wurde genannt, dass die neueste Nvidia-Generation in einem entsprechenden Testformat Extremwerte von bis zu 0,8 Sone erreichen konnte. Für die AMD-Seite wurde deshalb gezielt geprüft, ob und wie stark Spulenfiepen unter Last und abhängig von Framerate sowie Energiebedarf auftritt.
Als Belastungs-Trigger kam das Witcher-3-Menü zum Einsatz, das durch seine offene Framerate besonders gut Geräuschemissionen provoziert. Gemessen wurde wieder mit Cortex Analyzer NC10 in 50 cm Abstand. Das Ergebnis fiel überraschend positiv aus: Weder die Radeon RX 9070 XT-Modelle, die im Testaufbau deutlich über 300 W aus dem Netzteil ziehen konnten, noch die „gemäßigten“ Radeon RX 9070-Varianten fielen durch störendes Spulenfiepen auf.
Bis auf einen einzelnen Ausreißer bei 0,2 Sone blieben alle Modelle beim Maximalwert von höchstens 0,1 Sone. Damit wurde das Geräuschverhalten als durchweg vorbildlich bewertet.
Welche Modelle im Test dabei waren
In den Messreihen standen insgesamt acht Custom-Karten zur Auswahl, darunter mehrere Varianten von Sapphire, XFX, Gigabyte und ASRock.
- Sapphire Nitro+ AMD Radeon RX 9070 XT Gaming OC
- XFX Quicksilver Radeon RX 9070 XT Magnetic Air Edition
- Gigabyte Radeon RX 9070 XT Gaming OC
- Sapphire Pulse Radeon RX 9070 XT Gaming
- ASRock Radeon RX 9070 XT Taichi
- Sapphire Pulse Radeon RX 9070 Gaming
- XFX Quicksilver Radeon RX 9070 OC Gaming Edition
- ASRock Radeon RX 9070 Steel Legend OC


