GOG vs Steam: Community lists 1,500 game version differences in forum data

GOG hat sich in den letzten Jahren vor allem als Anlaufstelle für ältere PC-Titel einen Namen gemacht – doch innerhalb der Community wächst schon seit Jahren die Frustration darüber, dass manche Spiele dort inhaltlich hinter Versionen anderer Plattformen zurückbleiben. Eine lange laufende Sammlung im GOG-Forum und dazugehörige Auswertungen zeigen, wie groß die Bandbreite der Unterschiede ist: von fehlenden Updates über eingeschränkte Sprachen bis hin zu komplett fehlenden Zusatzinhalten.

Eine lange Liste: Wie viele GOG-Versionen hinterherhinken

Seit 2018 sammeln GOG-Nutzer Spiele, die im Vergleich zu Versionen auf anderen Anbietern in einem oder mehreren Punkten schlechter abschneiden. Der Diskussionstext dazu im GOG-Forum ist mittlerweile auf rund 430 Seiten angewachsen. Parallel dazu führt eine von der Community gepflegte Google-Tabelle eine wachsende Zahl problematischer Einträge: 1.140 Titel werden darin gelistet, insgesamt mit 1.531 als fehlerhaft bzw. unvollständig erfassten Fällen.

  • Rund 430 Seiten Forenmaterial zur laufenden Problemliste (seit 2018)
  • 1.140 betroffene Titel in einer Community-Tabelle
  • 1.531 gemeldete Problemfälle (z. B. fehlende Inhalte oder Updates)

Welche Unterschiede am häufigsten auftreten

Die gemeldeten Abweichungen sind nicht auf ein einzelnes Problem beschränkt. Genannt werden unter anderem Spiele, bei denen bestimmte Updates oder Sprachoptionen fehlen. Ebenso tauchen Fälle auf, in denen zusätzliche Inhalte – sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige DLCs – auf GOG nicht verfügbar sind.

Darüber hinaus reicht die Liste der Vorwürfe über reine Inhaltslücken hinaus. Auch das Fehlen von Funktionen, Soundtracks, Build-Varianten sowie sogar eine Regionssperre werden als Unterschiede aufgeführt. Besonders häufig soll ein konkreter Aspekt betroffen sein: Fehlende Soundtracks werden mit 439 Fällen als häufigstes Problem genannt. Danach folgen mit 308 Fällen fehlende Updates.

Warum GOG hier nur eingeschränkt verantwortlich gemacht wird

In der Debatte wird zugleich betont, dass GOG nicht die Ursache für alle Unterschiede sein müsse. Die Veröffentlichung und Pflege der jeweiligen Spielinhalte liegt laut dem Grundgedanken der Plattform letztlich bei Entwicklern und Publishern: Welche Inhalte für welche Vertriebsform freigegeben werden und wann Aktualisierungen bereitgestellt werden, entscheiden diese Partner. Damit richtet sich die Kritik vor allem an die Verfügbarkeit und Aktualität der von den Unternehmen bereitgestellten Pakete – nicht an GOGs technische Fähigkeit, ältere Titel auf modernen Systemen nutzbar zu machen.

Welche Publisher besonders oft in der Sammlung auftauchen

Wenn es um die Häufung problematischer Fälle geht, nennen die Auswertungen konkrete Namen. Devolver Digital und THQ Nordic führen die Liste der jeweils am häufigsten betroffenen Publisher an – jeweils mit 29 als fehlerhaft erfassten Titeln.

Für Spieler bedeutet das vor allem eines: Wer auf GOG kauft, erwartet zwar oft eine stabile, DRM-freie Offline-Nutzung und eine gute Kompatibilität mit älteren Spielen. Gleichzeitig macht die Community-Erhebung sichtbar, dass „gleicher Spielstand“ zwischen Plattformen offenbar nicht immer gegeben ist – und dass Unterschiede je nach Publisher und bereitgestelltem Content stärker ausfallen können als vielen bewusst ist.

Marcus Chen is a gaming journalist and industry reporter with more than 10 years of experience. He covers releases, announcements, and trends across PC, PlayStation, Xbox, and Nintendo, and keeps a close eye on the indie scene and esports. Previously an editor at several gaming publications, he now writes news, reviews, and breakdowns of major industry moments—from big showcases to updates on popular titles. His work is aimed at players who want a clear, fast read on what happened and why it matters.