Europe GPU Prices Jump 19% in Weeks, Hitting August 2026 Upgrades

Europäische Grafikkartenpreise haben sich innerhalb von vier Wochen um rund 19 Prozent nach oben bewegt – ein Tempo, das die letzte Preiswelle aus Asien deutlich schneller im Handel sichtbar macht. Für PC-Spieler heißt das: Wer im August 2026 aufrüsten will, trifft zunehmend auf Ware, die bereits zu den neuen Einkaufskonditionen bestellt wurde.

19 Prozent Aufschlag in wenigen Wochen: Preiswelle kommt schneller an

Eine Auswertung europäischer Preisvergleiche, die in einer Hardware-Community am Wochenende breit diskutiert wurde, beziffert den Anstieg über mehrere Länder und Modellklassen hinweg auf etwa 19 Prozent im Vergleich zur Mitte Juli. Der Wert lässt sich zwar nicht als streng standardisierte Marktbeobachtung einordnen, passt aber zu den zuvor erwarteten Entwicklungen.

Bereits Ende Juli hatte Nvidia seine Boardpartner über die dritte Preiserhöhung des Jahres informiert; Anfang August zogen Asus und Gigabyte im chinesischen Vertrieb nach. Der entscheidende Unterschied zur Vergangenheit: Der europäische Einzelhandel hat die neue Runde deutlich schneller weitergereicht. In früheren Fällen lag zwischen solchen Hersteller-Updates und den Effekten auf Ladenpreise oft noch ein Puffer von mehreren Wochen.

Für Käufer bedeutet das, dass der klassische “Zwischenzeit”-Effekt dieses Mal weitgehend wegfällt: Wer im August 2026 kauft, stößt nicht mehr nur auf Restbestände zu Preisen aus der Mitte Juli, sondern zunehmend auf Nachbestellungen, die bereits zu den neuen Konditionen eingekauft wurden.

Was die Preiskalkulation kippt: Speicherbausteine treiben die Stückliste

Die aktuellen GPU-Preise folgen laut der beschriebenen Lage vor allem einer Position der Stückliste: GDDR6. Am Spotmarkt kosteten 16 GiB GDDR6 bereits Anfang Juli 2026 mehr als 180 US-Dollar – mehr als bei so manchem Mainstream-Grafikchip. Nvidia hatte seinen Partnern für die Kits aus Grafikprozessor und Grafikspeicher 20 bis 30 Prozent höhere Preise angekündigt. AMD bestätigte seinen Boardpartnern erst am 31. Juli 2026 eine Anhebung um mindestens 10 Prozent ab August.

Als Auslöser wird eine DRAM-Preisanforderung genannt: Samsung habe für DRAM im dritten Quartal rund 20 Prozent höhere Preise gefordert. Diese Kosten laufen anschließend auf GDDR6 und GDDR7 durch, weil die Kit-Preise bestimmen, zu welchen Konditionen der Handel in den kommenden vier bis sechs Wochen einkauft – und damit indirekt auch, was PC-Spieler im Laden bezahlen.

Deutschland im Vergleich: Handel über dem bisherigen Krisenrekord

Im deutschen Einzelhandel verteuerten sich Bestpreise gängiger Grafikkarten zwischen dem 18. und dem 29. Juli um 3,8 Prozent. Damit wurden laut den genannten Vergleichsdaten die bisherigen Bestmarken innerhalb dieser Speicherkrise (aus dem Februar) übertroffen.

Für die gesamtwirtschaftliche Einordnung nennt das Statistische Bundesamt eine Inflationsrate von 2,8 Prozent für den gesamten Juli gegenüber dem Vorjahresmonat. Der relevante Speicherkrisen-Preisindex vom 19. Juli liegt bei Grafikkarten bei einer gemittelten Preisübertreibung von 16 Prozent gegenüber September 2025; der Februar-Rekord wurde mit 20 Prozent angegeben.

Zusätzlich wird ein struktureller Faktor hervorgehoben: Karten dieser Generation müssten nach anderthalb Jahren am Markt eigentlich etwa 10 Prozent unter ihrem früheren Preis liegen – die Entwicklung spreche aber eindeutig dagegen.

Am oberen Ende wird die Spannung besonders sichtbar: Für die limitierte Aorus GeForce RTX 5090 Infinity ruft Gigabyte inzwischen 6.194 Euro auf. Eine reguläre August-Messung des Index soll zeigen, wie stark die chinesische Preiserunde tatsächlich im deutschen Handel ankommt.

Was Käufer im August 2026 abwägen sollten

Im aktuellen Sommer entscheidet weniger das konkrete Grafikkartenmodell als der Kaufzeitpunkt. Wer jetzt zuschlägt, kauft eher aus Lagerbeständen, die der Handel noch zu Konditionen vor dem Juli eingekauft hat. Wie lange diese Bestände reichen, ist dabei nicht verlässlich abschätzbar.

Entlastung durch neue Produkte ist kurzfristig ebenfalls kein klarer Faktor: Für AMD steht keine neue GPU-Generation an, und der “Super-Refresh” der GeForce RTX 50 soll wegen der Preise für 3-GiB-GDDR7-Speicherbausteine (“ICs”) zumindest vorerst in der Schwebe bleiben.

Für Deutschland wird eine kumulierte Preisübertreibung von 35 bis 40 Prozent gegenüber dem Sommer 2025 für möglich gehalten. Gleichzeitig verweist man auf die Erfahrung aus dieser Krise: Die Januar-Preiserhöhung hatte den Wettbewerb in Deutschland bis zum Frühsommer größtenteils wieder abgetragen – ob das diesmal gelingt, bleibt offen.

  • Im August 2026 müssen Käufer mit weiter steigenden Preisen rechnen, nachdem sich Angebote in Europa bereits innerhalb weniger Wochen spürbar verteuert haben.
  • Wer ohnehin aufrüsten will, kann möglicherweise noch von älteren Lagerbeständen profitieren – wie lange diese günstiger verfügbar sind, ist unklar.
  • Eine kurzfristige Entspannung durch neue GPU-Generationen ist derzeit nicht absehbar; wichtiger werden daher Preis-Leistungs-Verhältnis und die weitere Preisentwicklung.

Als praktische Empfehlung wird genannt, sich beim Kauf stärker am Preis-Leistungs-Verhältnis über die gesamte Produktpalette zu orientieren als auf einen “perfekten” Zeitpunkt zu warten. Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass auch bei Komplettsystemen die DDR5-Preislage in die Gesamtrechnung gehört.

Marcus Chen is a gaming journalist and industry reporter with more than 10 years of experience. He covers releases, announcements, and trends across PC, PlayStation, Xbox, and Nintendo, and keeps a close eye on the indie scene and esports. Previously an editor at several gaming publications, he now writes news, reviews, and breakdowns of major industry moments—from big showcases to updates on popular titles. His work is aimed at players who want a clear, fast read on what happened and why it matters.