Microsoft Reports Windows OEM Revenue Drop in Q4 2026, Warns of More Headwinds
Microsoft hat im vierten Geschäftsquartal 2026 bei Windows-Umsätzen aus OEM-Lizenzen und eigenen Geräten einen spürbaren Rückgang gemeldet. Obwohl das Minus kleiner ausfiel als zuvor erwartet, bleibt die Lage für den PC-Markt insgesamt angespannt – und die Prognose für das kommende Geschäftsjahr deutet auf weiteren Gegenwind hin.
Windows-Umsatz fällt – Ergebnis besser als befürchtet
Im Vergleich zum Vorjahresquartal erzielte Microsoft mit Windows-OEM-Lizenzen und eigenen Geräten sieben Prozent weniger Umsatz. Die Entwicklung wirkte zunächst deutlich, lag aber tatsächlich über der internen Erwartung: Der Konzern hatte zuvor mit einem Minus im mittleren bis hohen Zehnerbereich gerechnet.
Auch der Gesamtbereich „More Personal Computing“ gab nach. Der Umsatz sank um vier Prozent auf 12,9 Milliarden US-Dollar. Im Quartal davor hatte der Rückgang in den Teilbereichen rund um Windows-OEM und Devices noch zwei Prozent betragen.
Wie sich das Ergebnis exakt auf die einzelnen Geschäftsfelder verteilt, lässt Microsoft offen, da Windows-Umsätze und die Surface-Geschäfte gemeinsam ausgewiesen werden. Für das reine Windows-OEM-Geschäft nennt das Unternehmen jedoch ebenfalls ein Minus – dort beträgt es fünf Prozent.
Warum das Minus kleiner ausfiel: Vorabkäufe und Vergleichseffekte
Microsoft führt den Rückgang vor allem auf zwei Faktoren zurück: eine geringere Nachfrage im PC-Markt sowie den Vergleich mit einem besonders starken Vorjahresquartal. Damals hatten Käufer ihre Rechner teilweise vorgezogen, weil das Supportende von Windows 10 näher rückte. Unternehmen und Privatkunden ersetzten demnach unter anderem Systeme, die Windows 11 offiziell nicht unterstützen.
Trotz der Schwäche kam es jedoch nicht zu einem so starken Einbruch, wie zunächst erwartet. Microsoft nennt als Grund zusätzliche Vorabkäufe: PC-Hersteller und Vertriebspartner hätten ihre Lagerbestände weiter aufgebaut, während Komponenten im Einkauf teurer wurden.
- Microsoft erwartet für den PC-Markt weiterhin, dass höhere Komponentenpreise zu teureren Geräten und schwächerer Nachfrage führen.
- Bereits im vorherigen Quartal beobachtete der Konzern einen ähnlichen Effekt: Hersteller bestellten zusätzliche Geräte und Komponenten, bevor steigende Speicherpreise vollständig in die Einkaufskosten durchschlagen.
- Diese Käufe hätten das Windows-Geschäft auch im nun abgeschlossenen Quartal stärker gestützt als zunächst prognostiziert.
PC-Markt unter Druck – Prognose für 2027 bleibt negativ
Für eine Entwarnung reicht das nicht. Microsoft rechnet weiterhin damit, dass die höheren Komponentenpreise den Markt belasten. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet der Konzern beim Segment Windows OEM und Devices einen Rückgang im hohen Zehn-Prozent-Bereich.
Die aktuellen Zahlen zeigen laut Bericht vor allem eine zeitliche Verschiebung: Hersteller kaufen weiterhin im Voraus ein, um erwartete Preissteigerungen abzufedern. Ob die aufgebauten Bestände später vollständig abverkauft werden können, geht aus dem Quartalsbericht nicht hervor.
Für Käufer ergibt sich damit zunächst kein eindeutiges Preissignal. Ältere Notebooks und Komplett-PCs könnten rabattiert werden, sobald Händler Lagerbestände abbauen müssen. Neue Geräte könnten hingegen eher teurer werden, falls Hersteller die gestiegenen Kosten – insbesondere für Speicher und andere Komponenten – weitergeben.
Auf Konzernebene trifft die Schwäche das Unternehmen nur begrenzt. Der Gesamtumsatz stieg im vierten Geschäftsquartal weiter. Der Bereich „More Personal Computing“ schrumpfte zwar, während vor allem das Cloud- und KI-Geschäft erneut zulegen konnte.


